Wege zum Wirtschaftsingenieur
In Deutschland gibt es drei verschiedene Institutionen, die die zur Ausbildung zum Wirtschaftsingenieur ermöglichen: die Universität, Fachhochschule oder Berufsakademie. Je nach Art des Studiums gestaltet sich der Studiengang Wirtschaftsingenieurwesen unterschiedlich. Hier finden Sie die verschiedenen Möglichkeiten, Wirtschaftsingenieurwesen zu studieren.

Während einer Vorlesung
Das Studium an einer Universität ist durch empfohlene Studienverlaufspläne zur grundlegenden Erarbeitung und Anwendung wissenschaftlicher Erkenntnisse in Forschung, Lehre und Studium gekennzeichnet. Meist besteht eine große Anzahl von Wahlmöglichkeiten bei der Zusammenstellung der zu belegenden Fächer. Praktika während der Semesterferien stärken den Praxisbezug der Ausbildung. Die wissenschaftliche und praktische Orientierung sowie die große Individualität des Studiums bedingen ein detailliertes und somit im Regelfall zwei Semester längeres Studium als das an einer Fachhochschule. Absolventen von Diplom- oder Masterstudiengängen an Universitäten steht grundsätzlich die Möglichkeit zur Promotion offen.
Betont praxisorientierte und somit anwendungsbezogene Studieninhalte kennzeichnen das Ausbildungskonzept von Fachhochschulen. Studienziele und -inhalte sind auf eine unmittelbare berufliche Umsetzung des Wissens im Rahmen operativer Tätigkeiten fokussiert. Die Lehrpläne sind im Allgemeinen vorgegeben. Das Studium an einer Fachhochschule schließt mit dem Diplom (FH) ab, das Promotionsrecht besitzen Fachhochschulen nicht.
An Berufsakademien wird ein duales Studiensystem angeboten. Hier wechseln sich halbjährig wissenschaftsbezogene Studienabschnitte an den Berufsakademien mit praxisintegrierter Zeit in der Ausbildungsstätte des Praxisunternehmens ab. Das Studium an einer Berufsakademie dauert drei Jahre.