| Autor |
Nachricht |
|
Verfasst am: 30.04.2009 [23:06]
|
|
Ingo Schmidt
Phoenix Contact GmbH & Co KG
Themenersteller
Beiträge: 73
|
Liebe Forum-Nutzer,
seit Jahren versuchen wir Alumnigruppen auf die Beine zu stellen und der Erfolg ist mager. Seit dem ich im normalen Job stehe, merke ich selber, dass das Interesse zwar da ist, aber keine Zeit vorhanden ist, etwas zu organisieren. Zudem ist die Zeit generell kanpp, so dass ich mir aus dem reichhaltigen Angebot an Veranstaltungen und Events beruflicher, privater und vereinstechnischer Natur die Rosinien herauspicke. Alunmiveranstaltungen gehören da nicht unbedingt dazu.
Dennoch war ich neulich auf der HGV in Nürnberg und habe dort viele alte VWI-Aktive getroffen, die Veteranen. Die treffen sich einmal im Jahr auf der FrühjahrsHGV. Das Konzept funktioniert. Die Leute haben Spass, treffen auf jüngere Studenten und genießen Land und Leute der Gastgeberstadt.
Hier müssen wir ansetzten und nicht versuchen Eisberge in der Karibik zu kultivieren. Hier die Thesen dazu:
1. Alumninetzwerke nur noch rein virtuell betreiben. Keine eigene Aktivität dieser Gruppen erwarten.
2. Veteranenkonzept ausbauen und HGV zum Mitgliedertreff ausbauen.
3. HGs laden Ihre Alumnis schlicht zu ihren jährlichen Kaminabendenden ein. That's it.
Triebfedern:
- Unterstützen Sie mit Ihrem Beitrag die Jungend in unserem Verband!
- Profitieren Sie auf den Veranstaltungen vom Austausch zwischen den Generationen!
- Nehmen Sie wieder an einer HGV teil und fühlen sie sich wieder jung!
Dr. Ingo Schmidt - Mitglied im Vorstand des VWI e.V.
-= Von dort bis hier und nun darüber hinaus.=-
|
|
Verfasst am: 04.05.2009 [23:19]
|
|
Mario Münnich
Volkswagen AG
Beiträge: 27
|
Hallo Ingo,
wir sollten aber bedenken, dass so ein Veteranentreffen ja eher den ehemals "aktiven" Mitgliedern vorbehalten ist. Es kann folglich nicht jedes Jungmitglied/ordentliches Mitglied an dem Veteranentreffen teilnehmen. Das würde dann wohl auch den Rahmen einer HGV sprengen...oder irre ich mich an dieser Stelle?
Daher sollte der Kontakt zu den Alumnis schon noch auf eine andere Art und Weise gehalten werden. Auch wollten wir die Angebote des VWI für nicht-studentische Mitglieder erhöhen!
Deiner These Nummer 3 würde ich soweit zustimmen.
These 1 und 2 sehe ich allerdings aus o.g. Gründen etwas übertrieben.
In Erwartung auf weitere Anregungen,
Liebe Grüße
Mario
|
|
Verfasst am: 06.05.2009 [13:27]
|
|
Ilona Hohenäcker
Wohnort Dillingen
Beiträge: 1
|
Hallo,
ich muss Mario an dieser Stelle recht geben. Das Veteranenkonzept aufgrund dessen Erfolgs auszubauen halte ich für eine gute Idee. Jedoch werden die Kapazitäten hierfür im Rahmen einer HGV früher oder später aufgebraucht sein und allein deswegen kann eine Alumnistrategie, Ehemalige an den VWI zu binden, nicht dadurch ersetzt werden.
Der Erfolg ist meiner Meinung nach bisher deswegen so mager, weil die Umsetzung nicht aktiv genug angegangen wurde. Weiter kommt hinzu, dass sich jede Idee Zeit braucht sich zu etablieren. Das erfordert in erster Linie Durchhaltevermögen!
Inwiefern Alumniveranstaltungen die "Rosinen" im reichhaltigen Angebot der Freizeitgestaltungsmöglichkeiten sind, liegt doch in den Händer der Organisatoren entsprechender Events. Den größeren Mehrwert an einem steten Austausch mit Ehemaligen der Hochschulgruppe haben meines Erachtens die Studenten. Es sollte also in deren Interesse sein, Veranstaltungen von großem Interesse auf die Beine zu stellen. Spätens wenn diese selbst Alumni der Hochschulgruppe sind, werden ihnen diese Annehmlichkeiten ebenso geboten.
Ob ein Kaminabend den Ansprüchen von Seiten der studentischen HG-Mitglieder und Alumni genügt, sollte der jeweiligen HG überlassen werden.
Viele Grüße
Ilona
|
|
Verfasst am: 08.05.2009 [19:51]
|
|
Ingo Schmidt
Phoenix Contact GmbH & Co KG
Themenersteller
Beiträge: 73
|
Nabend,
ja stimmt. Die Kapazitäten für Veteranen auf einer HGV sind stets sehr begrenzt. Ist vielleicht auch gar nicht so schlecht für die Qualität der Sache.
Ideen brauchen Zeit. Stimmt auch. Aber aus meiner VWI Erfahrung sehe ich ja, aus welchen Ideen was wird und aus welchen nicht. Und wenn gewisse Ideen nach einer gewissen Zeit keinen Fortschritt machen, dann wird in der Regel nie was draus. (Große Lebenerfahrung, die ich hier natürlich sehr pauschal umlege.)
Ich sehe es halt, wie es in Braunschweig gelaufen ist. Wir hatten ein schlagkräftiges Team von Leuten die kurz vor dem Abflug von der Uni standen. Gute Ideen, große Pläne. Nachdem wir tatsächlich alle im Job stehen, ist Funkstille. Slebst bei mir.
Irgendwie steckt der Wurm in unserem Konzept. Sollten wir uns an Verbindungen orientieren? Dort funktioniert das Alumni-Konzept und dem Label "Alte Herren". Allerdings ist die Bindung der Aktiven auch sehr viel stärker.
Wie wäre es mit der Einführung von Patenschaften? Wenn sich die Paten für Ihre Studenten oder auch eine HG verantwortlich fühlen, dann wächst auch das Interesse, mal hinzufahren. Ich finde die Idee genial.
Gibt es noch weiterer solcher Ansätze?
Grüße
Ingo
Dr. Ingo Schmidt - Mitglied im Vorstand des VWI e.V.
-= Von dort bis hier und nun darüber hinaus.=-
|
|
Verfasst am: 09.05.2009 [04:10]
|
|
Heiner Dierkes
SALT AND PEPPER Nord GmbH & Co. KG
Beiträge: 5
|
Ich habe evtl. eine andere Idee, wie man sowas anstellen könnte...Vllt. hat die schon mal jemand auf den Tisch gebracht, also korrigiert mich gerne. Folgende Idee:
Wir, der VWI (Veteranen und Studis), helfen den verschieden Wing Studiengängen an ihren Hochschulen Alumni Gruppen aufzubauen. Nicht in direkter Form von VWI Alumni Gruppen, mehr tatsächlich Studiengang und Hochschul orientierte Alumnigruppen (Leitfaden, Material etc..). Sollten diese dann sich einigermaßen etabliert haben, könnte man dann auf die Gruppen aufbauen. Das ist natürlich nicht nen Prozess von nem Jahr, wird wohl was länger dauern. Aber es ist ne Idee, die parallel zum Aufbau über die Veteranen laufen kann.
Ich weiß nicht genau, ob ich da das "Braunschweiger Modell" gerade wiederholt habe 
Gruss Heiner
|
|
Verfasst am: 15.05.2009 [15:55]
|
|
Renke Hülswitt
Uni Magdeburg
Beiträge: 15
|
Zu Ingos Beitrag:
- die Förderung von Patentschaften finde ich erstrebenswert
Vorteil:
kleinere Hemmschwelle - die HG weiß an wen sie sich richten kann.
Zu den Alumnigruppen:
- Die Alumni bleiben(bzw. werden förderndes) Mitglied der HG,
die HG bietet dafür den organisatorischen Rahmen für Alumniveranstaltungen und Kaminabende
So könnte man auch bei geringer Anzahl an aktiven Alumni einen Mehrwert schaffen.
Gruss
|
|
Verfasst am: 18.05.2009 [10:40]
|
|
Florian Gläsner
RWTH Aachen
Beiträge: 9
|
Hi,
ich finde die Idee des Ausbaus der Veteranenkonzepts aus oben bereits genannten Gründen auch eher schwierig.
Die Idee von Patenschaften hingegen finde ich sehr gut.
Generell müsste meiner Meinung nach erstmal evaluiert werden, warum das Alumni-Konzept bisher nicht konsequenter umgesetzt wurde.
1. Nach dem Studium ist generell zu wenig Zeit vorhanden um sich darum zu kümmern?
--> Alumniveranstaltungen müssten durch HGn vorbereitet werden.
2. Es gibt nur eine begrenzte Zahl an VWIlern, die nach dem Studium noch Interesse an VWI Veranstaltungen haben.
--> Evtl. Angebot von Veranstaltungen anpassen.
Generell halte ich es aber für sehr wichtig, bevor jetzt wieder neue Konzepte und Ideen entwickelt und verfolgt werden, die Gründe für das bisherige "Scheitern" des Alumni-Konzeptes zu ermitteln.
Im Bundesteam wird gerade die Idee diskutiert eine VWI weite Evaluierung über den IST-Zustand des VWI durchzuführen. Im Rahmen dessen könnten Fragen bezgl. Alumni-Konzept bzw. möglicher Alternativen integriert werden.
Gruß,
Florian
|
|
Verfasst am: 18.05.2009 [23:44]
|
|
Ingo Schmidt
Phoenix Contact GmbH & Co KG
Themenersteller
Beiträge: 73
|
Hallo Florian,
zum Thema Analyse IST-Zustand gerade in Hinsicht auf Alumni bin ich ganz auf Deiner Seite. Die letzte Mitgliederbefragung liegt schon wieder recht lange zurück. (2006).
Gruß
Ingo
Dr. Ingo Schmidt - Mitglied im Vorstand des VWI e.V.
-= Von dort bis hier und nun darüber hinaus.=-
|
|
Verfasst am: 20.05.2009 [11:51]
|
|
Maximilian von Teuffel
Wohnort Teningen-Nimburg
Beiträge: 7
|
Hallo zusammen,
nachdem mich Ilona hierher gepeitscht hat, muss ich doch mit viel Interesse lesen, was hier vonstatten geht und freue mich, Euch bzw. insbesondere Dir, Ingo, mal ein bißchen Kontra zu geben.
Aber fangen wir mal bei den bisherigen Vorschlägen an:
- Ich halte es für nicht ausreichend die Alumni auf die Veteranen zu reduzieren. Wie es schon einige hier gesagt haben, sind die Veteranen eine kleine Gruppe von ehemals bundesweit aktiven VWI-lern, die schonmal bei HGVn waren und gerne wieder dorthin kommen würden. Es gibt aber hunderte mehr Ex-HG-Vorstände und -Aktive, bei denen es schade wäre, wenn die Bindung komplett verloren ginge.
Deswegen sind beide Konzepte für mich nicht Substitute sondern Komplemente.
- Ein Patenkonzept müsste genau ausgearbeitet werden. Ich persönlich kann mir darunter momentan nichts konkretes vorstellen. Wichtig ist, dass es auf die Alumni ausgerichtet ist - dazu aber später mehr (Stichwort "Voraussetzungen"). Wenn das der Fall ist, dann spricht natürlich nichts dagegen.
- Alumnigruppen einzurichten, indem man die Alumni des kompletten Studiengangs bzw. der Hochschule versammelt, halte ich für den falschen Ansatz. Das ist sicherlich auch ein realisierenswürdiges Projekt, hat aber für den VWI nur einen kleinen Mehrwert (die meisten der dort teilnehmenden Alumni hätten ja nichtmal eine Ahnung, wer/was der VWI ist) und sollte deshalb auch nicht unsere Arbeit werden.
- Ansonsten wurden noch Kaminabende vorgeschlagen, die offenbar auch schon einige Hochschulgruppen mit ihren Alumni veranstalten. Das kann natürlich funktionieren und sollte deshalb auch durchaus beibehalten werden. Dass es sich als einzige Alumniveranstaltung im Programm eignet, wage ich allerdings zu bezweifeln. Denn für "nur einen Abend" werden einige Alumni nicht eine Reise durch ganz Deutschland auf sich nehmen.
---------------
Ich will aber auch selber einen Vorschlag einbringen. Ich glaube nämlich nicht, dass das Alumnikonzept zum Scheitern verurteilt ist. Ist ja schade, dass der Zuspruch in Braunschweig nicht so groß war, aber wir haben in Dresden seit inzwischen fast vier Jahren eine Alumnigruppe, die inzwischen ziemlich gut funktioniert.
Erstmal die wichtigsten Voraussetzungen:
- Alumni haben keine Zeit. Sie stecken im Arbeitsleben und haben keine Zeit und keine Lust sich mit der Organisation einer Alumniveranstaltung zu befassen. Sie haben einfach "besseres zu tun". Das bedeutet aber nicht, dass sie keine Lust haben, daran teilzunehmen! Es bedeutet nur, dass die Organisation komplett von der Hochschulgruppe getragen werden muss. Die Alumni dürfen keine Arbeit dadurch haben.
- Geduld! Wenn man so ein Konzept ins Rollen bringen will, dann muss man sich dafür Zeit nehmen! Im ersten Jahr wird es natürlich schwierig sein, dafür interessierte Alumni heranzubekommen. In den darauffolgenden Jahren werden aber die ehemaligen Studenten daran interessiert sein, die das Ganze schon kennen und aus Sicht der HG gesehen haben. Der Kreis der Interessenten wächst also jedes Jahr an und somit wird es auch von Jahr zu Jahr einfacher, Teilnehmer zu finden!
- Es muss sich lohnen. Unsere Alumni sind nicht mehr alle in Dresden - im Gegenteil: die meisten sind überall in Deutschland verteilt. Trotzdem kommen sie alle nach Dresden, wenn wir sie einladen. Und zwar deswegen, weil wir ihnen von Freitag Abend bis Sonntag Mittag Programm bieten.
- Nichts anstrengendes. Alumni wollen kein Rhetorikseminar und keinen Fallstudienworkshop. Wenn sie kommen, dann freuen sie sich darauf, ihre Freunde von damals wiederzusehen und sich mit den jungen VWI-lern auszutauschen. Ein reines Spass-Event bietet sich also an. Kosten zu hoch, weil kein Sponsor? Kein Problem, die Alumni haben genügend Kohle. Klar sollte man den Bogen nicht überspannen, aber die Kosten sollten im Normalfall kein Problem darstellen.
Unser funktionierendes Konzept:
Wir haben seit fast vier Jahren unsere Alumnigruppe, wir nennen sie die "Muppet Show". Die findet jedes Jahr am zweiten Wochenende nach Pfingsten statt. Das ist vom 12. bis 14. Juni 2009 und wir haben jetzt schon über 20 Anmeldungen dafür. Wir haben einen "Alumni-Beauftragten", der als feste Aufgabe für das komplette Jahr den Kontakt mit den Alumni und die Organisation dieser Veranstaltung hat.
Wir haben immer eine "Hauptveranstaltung", die am Samstag tagsüber stattfindet. Letztes Jahr war das ein paar Stunden Klettern in einem Waldseilgarten hier in der Nähe. Dieses Jahr gehen wir paddeln auf der Elbe. Klar... das Wetter muss mitspielen... aber im Juni ist die Chance dafür zemlich gut.
Ansonsten machen wir Freitag abends einen Jahresrückblick über das, was aktuell in der Hochschulgruppe geschehen ist und geschieht. Samstag Abend ist Party machen angesagt und Sonntag morgen ein gemütlicher Brunch. Ist also im Wesentlichen ein ganz gemütliches und einfach organisiertes Wochenende.
Wir sind inzwischen so weit, dass die Alumni sich den Termin schon Anfang des Jahres im Kalender eintragen und sich - wie schon - erwähnt Monate vorher anmelden. Und ich muss auch gestehen, dass ich mich jetzt schon freue, dass ich 2010 auch zu diesem Treffen fahren kann und werde.
---------------
Fazit:
Das Alumnikonzept ist nicht zum Scheitern verurteilt!
Das Alumnikonzept kann funktionieren!
Ich rate zu Geduld und vor allem zu einem weiteren Versuch! Denn, wie gesagt: Wenn es mal läuft, dann profitiert Ihr selber ja auch davon...
Viele Grüße aus Dresden
Max
Die Hoffnung stirbt zuletzt...
|