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Verfasst am: 03.11.2008 [23:01]
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Anonym
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Ich befinde mich derzeit in auf der Suche nach einem geeigneten Studienfach für mich und favorisiere, aufgrund meiner Interessen, den Studiengang Wirtschaftsingenieurwesen.
Allerdings kenne ich niemand persönlich der in die Richtung studiert, deshalb versuch ich hier mal an Erfahrungen aus erster Hand zu kommen.
Zu mir:
Ich bin 20 Jahre und hab im Juni mein Abi in BaWü (Stuttgart) gemacht.
Derzeit mach ich mein Zivi in einer Fahrradreparaturwerkstatt,(dort mach ich die Verwaltung,Logistik,Lagerverwaltung und Leite die Monteure an und nehm die techn. Arbeiten ab) und bin dort relativ glücklich und Ende Juni damit fertig.
Meine Leistungskurse waren Physik(9 )l, Chemie(13), Mathe(11), Englisch(6) und deutsch(11) ( Reihenfolge entspricht dem Interesse).
Meine Interessen lagen schon immer in den Naturwissenschaftlichen Fächer, in denen mich die Physik am meisten reizte. Andere Fächer wie Politik/Wirtschaft haben mich auch meist interessiert, jedoch meist nicht genug gefordert um gleiches Interesse zu wecken.
Zuerst dachte ich an ein reines Ingenieursstudium (Maschinenbau), jedoch Interessiert mich auch die Vermarktung und die ökonomischen Aspekte der Produkte. Aufgrunddessen das mir Physik, Mathe und Chemie jedoch in der Schule den meisten Spaß gemacht haben (lag auch an den Superlehrern die ich dort hatte) habe ich ein reines Bwl Studium ausgeschlossen.
Mein Problem ist jetzt das ich starke Zweifel habe, dass ich das Studium packen würde.
In Mathe habe ich weniger bedenken, da es zumeist nicht am Verständnis mangelte sondern an Leichtsinnsfehlern und zu wenig Übungen.
Starke Zweifel habe ich jedoch wegen meiner Physiknote.7-9 Punkte im Lk sind doch verdammt wenig um ein Ingenieursstudium zu absolvieren. Das Interesse ist auf jeden Fall vorhanden, es scheiterte meist daran das ich mich zu wenig vorbereitet hatte oder die Konzentration fehlte und Grundlegende Dinge verwechselte .
Englisch muss ich als meine größte Schwäche annehmen. Hier mangelt es massiv an Interesse, Fleiß und va. Begabung. Mündlich ist holprig aber reicht zur Verständigung.
Schriftlich ist es eine Katastrophe, da ich wie auch im deutschen (der Text ist Beweiß genug) extrem viele Rechtschreibfehler mache. Inhaltlich gab es sehr selten Probleme.
Fächer wie Politik/Wirtschaft/Erdkunde haben nie Probleme bereitet und ergaben ohne jeglichen Lernaufwand Noten im 12-14 Punkte Bereich, zudem weckten Wirtschaftliche/Ökonomische Themen auch in anderen Fächern mein Interesse und führten dort zu guten Noten im mündlichen Bereich. Ich weiß nicht inwieweit das Aufschluss über meine Fähigkeiten für ein Bwl Studium (bzw. den Bwl Anteil beim Wirtschaftsingenieur) geben, da es nur Gk´s waren und mir sehr einfach erschienen.
Im ganzen mache ich mir da aber weniger Sorgen, als im Ingenieursanteil.
Ich möchte noch hinzufügen das ich mich für den Bereich Maschinenbau interessiere, oder alternativ für Chemie.
Bau-ing und Elektro-ing schließe ich aus Desintresse aus.
Mein Gesamtschnitt von 2,2 ist mit sehr sehr wenig Zeitaufwand entstanden, was einerseits zeigt das wohl mehr drin wäre, jedoch auch auf meine Faulheit und mangelnde Selbstdisziplin hinweißt, die ich nicht leugnen kann.
Ich hoffe meine Interessen, Stärken und Schwächen sowie mein Bildungsstand sind einigermaßen zu erkennen.
Ich würde mich sehr über eure Erfahrungen und Ratschläge bezüglich Machbarkeit und zu erwatenden Lern/Zeitaufwand freuen.
Sehr wichtig wären mir auch Berichte von Wirtschaftsingenieuren die schon Berufstätig sind und mir Praxisberichte ihres Alltags und ihrer Arbeit schildern könnten, da ich leider noch keine konkreten Vorstellungen habe wie der Alltag aussieht wenn man als Wirtschaftsingenieur in die Arbeitswelt einsteigt.
Da ich bisher recht geneigt bin wirklich Wirtschaftsingenieurswesen zu studieren wäre ich auch dankbar für Uni-Vorschläge.
Ich würde am liebsten in BaWü studieren, da Familie hier in Stuttgart und Freundin in Ka.
Allerdings ist es mit meinem Schnitt von 2,2 und nur 2 Wartesemestern wohl utopisch auf einen Platz in Ka zu hoffen. Esslingen als Fh soll wohl auch ganz gut sein, allerdings habe ich hier keine Nc´s gefunden (wenn die jemand hat bitte mit Quellen schicken).
In Betracht ziehe ich auch Aachen, trotz der Entfernung Aber Reputation ist super und wenn ich die Tabelle richtig verstanden habe, hätte ich letztes Jahr auch einen Platz bekommen, kann mir das jemand bestätigen ?
[www.rwth-aachen.de]
Habt ihr vlt. Andere Uni-Vorschläge die mit meinen Qualifikationen realistisch sind?
Ich weiß es sind viele Fragen und einige Unsicherheiten aber so siehts nun mal aus
EDIT:
Wisst ihr ob man als potentieller Student schon Minipraktikas oder andere Möglichkeiten hat in Betriebe zu schauen um den Arbeitsalltag eines fertigen Wirtschaftsingenieurs kennenzulernen.
Ich weiß nicht ob es Sinn macht, dies nur 1-2 Tägig zu machen oder ob sich sowas erst ab mehreren Wochen lohnt.
1-2 tägige Besichtigungen könnte ich noch bis zur Bewerbungsfrist durchführen, längere nicht.
Ich weiß das ein mind. 6 wöchiges Praktikum Studienvorrausetzung ist, dies ist jedoch hiermit nicht gemeint.
[Dieser Beitrag wurde 1mal bearbeitet, zuletzt am 03.11.2008 um 23:21.]
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Verfasst am: 05.11.2008 [00:10]
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Ingo Schmidt
Phoenix Contact GmbH & Co KG
Beiträge: 73
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Hallo Herr Marx,
ich versuche mal, auf einige Punkte kurz einzugehen.
Aus meiner Sicht steht nichts gegen die Aufnahme des Studiums. Sicherlich wird an der Hochschule wesentlich mehr gefordert, als an einer Schule. Darauf muss und wird man sich aber einstellen. Etwas schlechtere Notenpunkte in Einzelfächern sind aber nicht entscheidend.
Eventuell macht es Sinn, von vornherein die Option FH in betracht zu ziehen oder als Plan B offenzuhalten. Dort sind die Anforderungen in der Regel geringer und die Betreuung ist etwas verschulter, was denen entgegenkommt, die sich schlecht selbst disziplinieren können.
Der Zeitaufwand ist insgesamt sehr hoch. (Vollzeit). Viele schaffen es jedoch auch noch einen Tag in der Woche zu arbeiten.
Einen Praxisbericht kann ich leider nicht anbieten, da ich an der Uni arbeite, was nicht unbedingt repräsentativ ist. Kurzpraktika sind mir ebenfalls nicht bekannt. So etwas geht wohl nur über den persönlichen Freundes und Bekanntenkreis. Ich kann aber sagen, dass der Wirtschaftsingenieur sehr vielseitig ist und sich daher sehr viele unterschiedliche Tätigkeitbilder ergeben: Vom Berater über den Projektleiter bis hin zum Firmengründer. Die typischen Aufgaben werden oberhalb der Sachbearbeiterebene auch häufig von reinen Betriebswirtschaftlern oder Ingenieuren erfüllt, die sich die nötigen Kenntnisse der jeweils anderen Fachrichtung im Job erabreitet haben. Vielleicht ist eine solche Position im näheren Umfeld leichter auszumachen!?
Viele Grüße
Ingo Schmidt
Dr. Ingo Schmidt - Mitglied im Vorstand des VWI e.V.
-= Von dort bis hier und nun darüber hinaus.=-
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Verfasst am: 08.11.2008 [13:35]
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Anonym
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Hallo Steffen,
ich schreib dir mal kurz ein paar Erfahrungen aus meinem Studium.
Ich bin nach dem Abi für ein Wi-Ing-Studium an die Uni und nicht wie mein Schulkamerad an die FH und konnte somit immer ganz gut vergleichen. Unser Leistungsstand beim Abi war ungefähr gleich, so im Schnitt ne 2,3.
Als Erstes ist mir aufgefallen, dass man an der Uni selbständiger sein muss, das fällt schon daran auf, dass man seinen Stundenplan selber gestallten muss und bei meinem Kumpel fast alles vorgegeben war. Die Fächer waren zum Teil identisch, jedoch ist besonders Mathe an der Uni scheinbar schwieriger. Ich hatte mir nach zwei Semestern einige Vieren eingefangen und mein Kumpel hatte viel bessere Noten. Nach drei Semestern war er regulär mit dem Grundstudium fertig und ich musste noch regulär zwei Semester absolvieren. Mein Vordiplom war anderthalb Noten schlechter als seins. Bei ihm an der FH wurde sehr großen Wert auf Englisch gelegt, er musste auch Englischkurse belegen. Bei mir an der Uni wird Englisch mehr oder weniger vorausgesetzt und es gibt keine Pflichtkurse. Englisch ist aber für einen Wi-Ing absolut notwendig. Wenn man nicht ganz so fit in Englisch ist, dann sollte man sich auf jeden Fall darum kümmern. Man muss relativ häufig englische Fachliteratur lesen, aber das betrifft nicht nur Wirtschaftsingenieurwesen sondern die meisten gängigen Studiengänge auch. Ich bin auch nicht gerade ein Sprachtalent, aber mit der Zeit lernt man Fachliteratur besser zu verstehen.
Während des Grundstudiums habe ich es fast bereut an die Uni gegangen zu sein und nicht an die FH, da es mir ein wenig zu theoretisch war. Jetzt im Hauptstudium sieht es ganz anders aus. Man hat so viele Möglichkeiten Fächer zu wählen, die seinen Interessen entsprechen, dass jeder für sich sein Optimum erreichen kann. Geschenkt bekommt man nichts, aber mit ein wenig Fleiß ist das Studium sogar mit guten Noten machbar.
Das Studium an der Uni dauert im Schnitt länger als an der FH, aber in Bezug auf Bachelor und Master ändert sich dies bestimmt.
Was Minipraktika betrifft, weiß ich nicht genau, ob es sowas gibt, klingt ein wenig wie eine ausgiebige Firmenbesichtigung. Ich persönlich habe schon in vielen Firmen als Werkstudent gearbeitet und das in vielen unterschiedlichen Bereichen und Branchen. Unter anderem war ich in der Elektrotechnik- und Medizinbranche. Die Aufgabe als Werkstudent sind sehr vielseitig, je nach Fähigkeit. Du kannst eher im wirtschaftlichen Bereich oder auch im technischen Bereich arbeiten. Der Vorteil ist, dass du überall mal reinschnuppern und Vorlieben erkennen kannst.
Das Gute am Wirtschaftsingenieurstudium ist, dass man eine riesige Auswahl an späteren Beschäftigungsmöglichkeiten hat. Du kannst in die wirtschaftliche Richtung gehen und z.B. irgendwo im Marketing, Controlling oder Finanzwesen arbeiten oder auch die technische Richtung bevorzugen und z.B. in der Entwicklung arbeiten. Aber am ehesten wäre eine Mischung aus Beidem der "typische" Wirtschaftsingenieur, also wenn du z.B. Projektleiter bei der Entwicklung eines neuen Gerätes bist und so die Erfahrung aus dem wirtschaftswissenschaftlichen und ingenieurstechnischen Bereich zusammenführen.
Also wenn du dich für ein Wirtschaftsingenieurstudium entscheidest, dann hast du später auf jeden Fall die Möglichkeit in dem Bereich zu arbeiten, der dir am Besten liegt.
Ich hoffe ich konnte dir helfen.
Viele Grüße
Andy
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Verfasst am: 14.11.2008 [23:29]
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Anonym
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Zu aller erst möcht ich mich bei euch beiden Bedanken für die zeit die ihr euch genommen habt und die Super Hilfe dir ihr mir damit erbracht habt.
Aufgrund eurer Ratschläge und dem Umstand das ich mir mit meinem Abischnitt von 2,2 an der Uni Karlsruhe und Darmstadt keine Chancen ausrechne und alle anderen Unis, Nürnberg-Erlangen ausgenommen, erst wieder in einer mindest Entfernung von 400km zu finden sind, ziehe ich nun das Studium an einer Fh ernsthaft in Betracht.
Nun habe ich entdeckt das Karlsruhe ebenfalls eine technische Fh hat under Studiengang Wi-ing dort ebenfalls angeboten wird.
Laut den Ranking-Angaben auf der ihrer Seite (Link s.unten), scheint sie wohl ganz gut/angesehen zu sein.
Dies und der Umstand das ich, nach meiner Berechung, eine realistische Chance auf einen Studienplatz habe lasen mich diese Fh momentan favorisieren.
Einen nicht unerheblichen Anteil an dem Gefallen den ich an der Fh in Karlsruhe finde, hat auch persönliche Gründe.
Meine Freundin studiert dort und meine 2 besten Kumpels werden nächstes Jahr dort studieren, der eine hat dieses Jahr mit Mb-ing an der Uni angefangen der nächste wird nächstes Jahr folgen.
Dies würde vermutlich die Eingewöhnungsphase,die Wohnungssuche sowie die Wohlfühlsituation stark verbessern/vereinfachen.
Dies sollte aber nicht der Primärgrund sein mich für eine Fh zu entscheiden.
Es ist lediglich der Grund warum ich mich für die Fh KARLSRUHE so interessiere.
Welche Meinungen/Erfahrungen habt ihr von der Fh Karlsruhe????
Allerdings höre ich immer wieder von Leuten, auch meinen Eltern, dass ich doch lieber auf eine Uni gehen solle, da der Abschluss dort anerkannter sei und meine Verdienst- sowie Aufstigesmöglichkeiten im Berufsleben besser seien.
Inwiefern könnt ihr mir das bestätigen bzw. wiederlegen?
Auf den Seiten der Fh´s werben sie damit das sie gleich anerkannt seien bei Personalchefs, in der Praxis höre ich von Freunden und Familie jedoch anderes.
Weitere Bedenken kommen mir wenn ich lese welches Kapital die Unis im Vergleich zu den Fh´s zur Verfügung haben. Inwie weit betrifft mich dies als Studenten??
Viele Fragen die dringlich nach kompetenten Antworten schreien
Link: http://www.hs-karlsruhe.de/servlet/PB/menu/1071166/index.html
Edit:
Am kommenden Mittwoch 19.11. ist ja Studientag und ich würde diesen gerne wahrnehmen mich weiter zu informieren und Beraten zu lassen.
Ich favorisiere momentan ja die Fh Ka, jedoch gefällt mir das Programm an der Fh Esslingen sehr viel besser das am Studientag geboten wird, da es vielfältiger und umfangreicher ist.
Würdet ihr mir raten nach Esslingen oder eher Kralsruhe zu gehen?
[Dieser Beitrag wurde 1mal bearbeitet, zuletzt am 14.11.2008 um 23:39.]
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Verfasst am: 19.04.2009 [00:08]
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Andreas Rudolph
unbekannt
Beiträge: 10
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Hallo Herr Marx,
über die Schulnoten würde ich mir zunächst einmal nicht so viel Gedanken machen. Auf der Uni lernt man normalerweise viel mehr und schneller als auf der Schule, d.h. das Wissen von 2 Noten hat man innerhalb kurzer Zeit wieder drinne.
Gedanklich sollte man seine Schulkenntnisse auch eher als Plattform sehen. Der interessante Schub kommt erst im Studium.
Wichtig ist, dass einem die technischen Themen, Mathe, etc liegen - bei Ihrer LK Wahl scheint das aber der Fall zu sein.
Die Bemerkung zu "Englisch" würde ich aber genauer überdenken. Heutzutage kann man ohne English eigentlich nicht bestehen (wobei eine Fremdsprache fast das absolute Minimum ist)
1) Viele Studien, etc gibt es nur auf Englisn
2) Internationale Erfahrung, und die damit verbundene kulturelle Offenheit ist sehr wichtig
3) Später arbeitet man normalerweise in internationalen Teams, oft auf Englisch
Wenn man man mit der Sprache Schwierigkeit hat, sollte man am Besten ab dem ersten Semester daran arbeiten, d.h. Kurse machen, oder mal ins Ausland gehen, sodass man mit Abschluss fitt ist.
Gruss
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