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Thema ohne neue Antworten

Eventuelle Ausbildung vor dem Studium


Autor Nachricht
Verfasst am: 23.11.2009 [15:30]
Karl Benedikt Reith
Gymnasium Grafenau
Themenersteller
Beiträge: 1
Hallo zusammen!

Ich habe heuer mein Abitur gemacht und habe mich nun für den Studiengang Wirtschaftsingenieurwesen entschieden.
Ich würde aber gerne vor dem Studium eine Ausbildung machen, da ich damit viel Praxiserfahrung sammle, schon etwas Geld fürs Studium verdiene und vermutlich auch nach einem Studium bessere Berufsaussichten habe.

Meine Frage wäre, ob ihr diesen Weg als sinnvoll erachtet.

Außerdem fällt es mir schwer, mich auf eine bestimmte Ausbildung festzulegen, da der Beruf des Wirtschaftsingenieurs so vielfälltig ist. Ich würde mich freuen, wenn ihr auch den einen oder anderen Tipp für eine Ausbildungsrichtung hättet.

Danke im Vorraus für alle Antworten!
Verfasst am: 23.11.2009 [19:52]
Daniel Joseph
Günther Spelsberg GmbH
Beiträge: 6
Hi Karl B Reith.
Ich studiere zwar noch nicht, befinde mich aber grad in einer Ausbildung und werde dann Wing studieren.

Deswegen wollte ich dir mal kurz meine Sichtweise schildern.

Es ist einfach wichtig, was du willst. Ich wollte eine Ausbildung machen, weil mir sonst einfach die Luft ausgegangen wäre (13 Jahre Schule, dann noch studieren... Das war mir einfach zu viel).
Also habe ich während meiner Ausbildung Kraft gesammelt und mittlerweile kann ich das Studium kaum erwarten (Fange zum WS 2010 an).

Wie die Industrie das sieht ist schwer zu sagen (zumindest für mich), aber einen Nachteil wirst du auf keinen Fall durch eine Ausbildung haben (außer natürlich 3 Jahre an Zeit).
Aufjedenfall kannst du schonmal den 1. Kontakt zu einem Unternehmen aufbauen und nach deinemStudium evtl. dort anfangen, falls du das willst.

Wenn du dir erstmal sicher bist, ob du wirklich eine Ausbildung machen willst oder nicht, solltest du dich natürlich fragen, welche es denn sein soll.
Willst du eher was im gewerblich-technischen oder kaufmännischen Bereich machen?
Also ich mache eine Ausbildung zum Werkzeugmechaniker (Formenbau). Ob das nun die beste Voraussetzung ist um nachher leichter nen Job zu bekommen, weiß ich nicht. Aber um ein Grundverständnis für Technik zu bekommen ists Ideal.
Im kaufmännischen Bereich kenn ich mich nicht aus.

Mfg Daniel

Ps. Bei Fragen zum Werkzeugmechaniker oder anderen Sachen, stehe ich gerne zur Verfügung

email ist: danieljoseph[at]gmx[dot]de


[Dieser Beitrag wurde 1mal bearbeitet, zuletzt am 23.11.2009 um 19:52.]
Verfasst am: 23.11.2009 [23:57]
Marcel Rasche
Wohnort Herdecke
Beiträge: 20
Hallo Herr Reith,

Praxiserfahrung, Geld und Beufsaussichten.
Das sind Dinge, die man auch im Studium bekommen kann. Die Frage ist, für was man sich entscheidet.

Es gibt viele Möglichkeiten ein duales Studium zu absolvieren. Hierfür gibt es mehrere Modelle. Ich persönlich kenne 2:

1. Ausbildung mit dem Studium gekoppelt.
Die Ausbildungs/Studienzeit erhöht sich auf 3,5 Jahre und ein Studium findet an einer mit einem Unternehmen kooperierenden FH statt. Dabei verbringt man mehrere Tage die Woche an der FH und manche im Betrieb. Selbstverständlich hat man hier einen hohen Arbeitsaufwand, jedoch auch ein festes Grundgehalt, was jeden Monat gezahlt wird sowie gute Übernahmechancen.
Ein Beispielunternehmen ist die Demag Cranes & Components in Wetter(Ruhr).

2. Duales Studium an einer DHBW.
Das System DHBW (Duale Hochschule Baden Würtemberg) oder ehemals BA (Berufsakademie) ist ein rein duales System. An diesem Universitäten gibt es keine Vollzeitstudenten, nur Duale. Die 3 Jahre bis zum Bachelor teilen sich in 3-monatige Praxisphasen(Vollzeit im Unternehmen) und Theoriephasen(Vollzeit an der Uni). Semesterferien gibt es nicht, dafür Urlaub wie bei einem normalen Arbeitsvertrag.
Ein (Theorie-)Semester ist hier innerhalb von 3 Monaten abzuschließen. Die letze Vorlesung ist dabei manchmal nur 3 Tage vor der Prüfungswoche, in der (fast) alle Prüfungen geschrieben werden.
Auch dieses Studium ist sehr anspruchsvoll und es gibt wenig Freizeit. Eine abgeschlossene Ausbildung hat man am Ende nicht. Dafür 1,5 Jahre Berufserfahrung aus verschiedenen Abteilungen in denen man jeweils 3 Monate gearbeitet hat. Dadurch haben Sie dann bereits ein großes Netzwerk und tolle Erfahrungen für die Berufswelt gesammelt. Achja, festes monatliches Gehalt selbstverständlich.
Bonus: die 1,5 Jahre Berufserfahrung kann man sich bei der IHK anerkennen lassen und nach einem weiteren halben Jahr im Unternehmen die Prüfung zum Beispiel zum Industriekaufmann ablegen.
Weitere Infos:www.dhbw.de


Ich selbst absolviere zurzeit ein duales Studium an einer DH.
Sollten Sie weitere Fragen dazu haben, zögern Sie nicht mich anzuschreiben.
Mailadresse: marcel.rasche[at]gmail[dot]com


Beste Grüße
Marcel Rasche