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Neuigkeit vom 08. Juni | zur Übersicht

Studie: Fast jeder vierte Beschäftigte auf dem Absprung

22 Prozent der Arbeitnehmer in Deutschland planen, ihre aktuelle Stelle in den kommenden zwölf Monaten aufzugeben, obwohl sie eigentlich zufrieden sind. Das zeigt die Global Talent Trends Study 2017 der Unternehmensberatung Mercer. Hauptgrund sind demnach mangelnde langfristige Karrierechancen im Unternehmen.
Foto: Pixelio/Rainer Sturm

Wenn Beschäftigte mit ihrer aktuellen Arbeitsplatzsituation grundsätzlich zufrieden sind, ist das keine Garantie dafür, dass sie dem Unternehmen treu bleiben. Der Global Talent Trends Study 2017 der Unternehmensberatung Mercer zufolge planen trotz Zufriedenheit 22 Prozent der Arbeitnehmer in Deutschland einen Stellenwechsel in den kommenden zwölf Monaten. Mangelnde langfristige Karrierechancen im Unternehmen sind mit 14 Prozent die wichtigste Motivation für den angestrebten Wechsel, gefolgt von der Aussicht auf bessere Optionen auf dem Arbeitsmarkt (acht Prozent). Das sich darin spiegelnde fehlende Vertrauen der Mitarbeiter in die Karriereplanungen von Personalleitern wird von diesen jedoch offenbar nicht erkannt: 71 Prozent der befragten HR-Manager sind mit ihrem Talent-Management-Prozess zufrieden.

Wie die Studie weiter zeigt, klaffen auch bei anderen Themen die Vorstellungen von Mitarbeitern und Vorgesetzten bzw. Personalleitern auseinander. Jeder vierte befragte Beschäftigte berichtet, dass er in der Vergangenheit um flexible Arbeitsbedingungen gebeten habe, diese ihm aber nicht gewährt wurden. Jeder zweite Mitarbeiter (52 Prozent) hat außerdem Bedenken, dass sich Arbeit in Teilzeit oder im Home Office negativ auf die eigenen Karrieremöglichkeiten auswirkt. Und obwohl fast zwei Drittel (63 Prozent) der Vollzeitbeschäftigten an neuartigen Anstellungsverhältnissen auf Kontingent- oder Vertragsbasis interessiert sind, zeigen bislang weder Business- noch HR-Manager eine entsprechende Offenheit.

Insgesamt zufriedenstellendes Arbeitsumfeld gefragt

„Die Arbeitswelt und die Talentpools ändern sich viel zu schnell, als dass man nur und dauerhaft an traditionellen Methoden festhalten könnte“, sagt Kate Bravery, Global Leader des Bereichs Career bei Mercer. Aber einige Unternehmen würden bereits neue Ansätze dafür entwickeln, wie Beschäftigte ihre persönliche Berufsbiografie gestalten können. Denn neben Flexibilisierung ist der Studie zufolge auch Individualisierung notwendig, um ein für die Mitarbeiter insgesamt zufriedenstellendes Arbeitsumfeld zu schaffen. Nur ein Drittel (34 Prozent) der Befragten sagt, dass ihr Unternehmen ihre individuellen Interessen und Fähigkeiten kennt, mehr als die Hälfte (51 Prozent) wünscht sich jedoch genau das. Außerdem ist Gesundheit 69 Prozent der Beschäftigten laut Studie ein wichtiger Aspekt: Lässt man das Gehalt außer Acht, ist für die weltweit befragten Arbeitnehmer bei der Wahl des Arbeitgebers Urlaub bzw. Freizeit der größte Pluspunkt – in Form von Sabbaticals, zusätzlichen Urlaubstagen oder weniger Arbeitsstunden für ein geringeres Gehalt. Benefits wie Fitnessstudios oder Erholungsräume am Arbeitsplatz sind den Mitarbeitern hingegen weniger wichtig.

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