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Neuigkeit vom 25. September | zur Übersicht

Studie: Unternehmensgründungen besser fördern

Deutschland ist innovationsstark, könnte jedoch beim Thema Gründung besser abschneiden. Das zeigt eine Studie des Alexander von Humboldt Institut für Internet und Gesellschaft.
Grafik: HIIG

Wie es um Deutschland im Bereich Gründung steht und wo es Aufholbedarf gibt, hat das Alexander von Humboldt Institut für Internet und Gesellschaft (HIIG) in einer jetzt erschienenen Entrepreneurship-Studie untersucht. „Deutschland ist ein innovationsstarkes Land, jedoch wirkt sich die schwache Leistungsfähigkeit in Gründung und Unternehmertum negativ auf langfristiges Wachstum aus“, lautet das Fazit der Autoren. Für die Studie haben sie unter anderem 120 Start-ups über mehrere Jahre befragt, um die Faktoren ausfindig zu machen, die bei der Gründung hemmend und fördernd sind. „Wir zeigen anhand von jungen Start-ups in Berlin, was sie zum Erfolg geführt hat und was sie daran hindert, erfolgreich zu sein“, sagt Nancy Richter, Mitherausgeberin der Studie und assoziierte Forscherin am HIIG. Das sei ein wichtiger Beitrag zur Diskussion um Investitionen in Innovation und Gründung in ganz Deutschland.

Laut Studie hängen langfristiges Wachstum und zukünftiger Wohlstand stark von der Art der Innovation ab. Dass Deutschland in Studien zur Innovationskraft sehr gut abschneide, reiche für eine nachhaltige Wirtschaft nicht aus. Stattdessen brauche es radikale Innovationen, die zukünftiges Wachstum vorbereiten und Marktnischen schaffen. Verantwortlich dafür seien vor allem neue Marktakteure. Etablierte Unternehmen hingegen seien gut darin, bestehende Produkte und Dienstleistungen weiterzuentwickeln und Qualitätsführer zu werden.

Wirtschaft darf sich auf Erfolgen nicht ausruhen

„Diese Art der Innovation hat Deutschland im 20. Jahrhundert wirtschaftlich gestärkt“, so das Forschungsteam: „Insbesondere die deutsche Ingenieurskultur hat Deutschland zum 'Industrial Powerhouse' gemacht. Eine Wirtschaft darf sich jedoch nicht erlauben, sich auf diesen Erfolgen auszuruhen. Die Forschung zeigt, dass disruptive und radikale Innovation, vor allem in der digitalen Wirtschaft, unerlässlich sind und nachhaltiger wirken.” Die Studie schlägt vor, wie die Politik diese Art der Innovation unterstützen könnte: beispielsweise indem sie die Gründung von lokalen unternehmerischen Netzwerken und Gruppen sowie den Einsatz erfolgreicher Unternehmer und Unternehmerinnen als Vorbild fördert. Laut Studie spielen etablierte Unternehmen eine wesentliche Rolle, um Gründungen in Deutschland zu unterstützen.

Die Studie ist ein Ergebnis des langjährigen HIIG-Forschungsprojektes „Innovation and Entrepreneurship“. Auf diese Studie sollen zwei weitere folgen, die sich genauer damit beschäftigen, wie Start-ups gezielt unterstützt werden und wie Unternehmen erfolgreich mit Start-ups zusammen arbeiten können. (ph)

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