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Neuigkeit vom 15. Juni | zur Übersicht

Zwischen Offenheit und Sicherheitsbedenken

Verbraucher in Deutschland sind durchaus offen für neue Technologien, viele haben aber auch Sicherheitsbedenken. Details beleuchtet die Studie „Megatrends - Die Zweifler erreichen“ von Yougov und Trendone.
Foto: Wikipedia/Laitr Keiows

Sogenannte Megatrends werden langfristig viele Strukturen und Bereiche der Gesellschaft verändern. Fünf solcher Trends hat das Institut Trendone identifiziert: der 3D-Drucker für Zuhause, Computersicherheit und Datenschutz, künstliche Intelligenz, phygitale Produkte, bei denen die reale und die digitale Welt aufeinandertreffen, sowie intelligente persönliche Assistenten. „Die Technologien existieren bereits, die Weiterentwicklung geht rasant voran“, sagt Bianca Stockreiter von Trendone. Jetzt sei der Blick zum Nutzer wichtig – um einschätzen zu können, was am Markt bestehen wird, und um Bedürfnisse und Ängste berücksichtigen zu können, vor allem bei der Weiterentwicklung der betreffenden Produkte und Services.

Diesen Blick zum Nutzer soll die Studie „Megatrends - Die Zweifler erreichen“ ermöglichen, die Trendone gemeinsam mit dem Meinungs- und Marktforschungsinstitut Yougov durchgeführt hat. Demnach sind Verbraucher in Deutschland durchaus schon offen für neue Technologien, zum Beispiel beim Thema Sicherheit. Viele hätten jedoch auch Sicherheitsbedenken oder schlicht die Befürchtung, im Zuge des technischen Fortschritts ihren Arbeitsplatz zu verlieren.

Skeptiker, Verängstigte, Gleichgültige

Die meisten Personen, die neuen Technologien skeptisch gegenüberstehen, sind der Studie zufolge älter als 55 Jahre und weiblich, sie haben häufig Enkelkinder und besitzen kein eigenes Wohneigentum. Ihre größte Sorge ist, dass die neuen Technologien zu sehr in ihre Privatsphäre eindringen. Beim Blick auf die Details wird das Bild allerdings differenzierter. Geht es beispielsweise um digitale persönliche Assistenten, haben laut Studie 67 Prozent der über 55-jährigen Frauen Sicherheitsbedenken. Gleichzeitig empfinden 52 Prozent einen Fingerabdruckscan und 28 Prozent die Augenerkennung bzw. einen Iris-Scan als sinnvolle Sicherheitsabfrage für den sichereren Zugriff auf Bankkonten. „Dass diese Gruppe neuen Technologien skeptisch gegenübersteht, bedeutet nicht, dass sie gleichzeitig uninteressiert ist“, sagt Markus Braun von Yougov. So würde jede zweite Frau über 55 Jahren den Assistenten zur Planung von Terminen nutzen und mehr als jede Dritte zur Organisation von Urlaubsreisen. Braun: „Ihre Bedenken zu berücksichtigen und eine passende Lösung zu finden, kann die Skepsis dieser Zielgruppe reduzieren."

Neben den Skeptikern identifiziert der Report noch eine spezielle Gruppe: die Verängstigten. Diese eint die Angst, durch künstliche Intelligenz ihren Job zu verlieren; sie sind eher männlich, zwischen 25 und 34 Jahren alt und verheiratet. Und während der Studie zufolge viele aufkommende Trends sich in der Bevölkerung durchsetzen, erzeugen andere wiederum zumindest in bestimmten Altersgruppen eher das Gefühl von Gleichgültigkeit. Bei einem 3D-Drucker wüssten beispiielsweise 44 Prozent der Deutschen nicht, was sie mit ihm anfangen sollten – in der Gruppe der 18- bis 24-Jährigen hätten jedoch 70 Prozent schon eine Idee, was sie damit produzieren könnten.

Der vollständige Report steht unter Angabe der Kontaktdaten kostenfrei hier zur Verfügung. (ph)

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