VW und e.GO Mobile

Quelle: Volkswagen

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Beim Genfer Automobilsalon sah man sie gemeinsam am Steuer: RWTH-Professor Günther Schuh und VW-CEO Herbert Diess. Diess hatte den Wirtschaftsingenieur in dessen Funktion als Gründer und Chef der e.GO Mobile AG an Bord genommen. Denn das Aachener Start-up wird weltweit der erste externe Partner sein, der den Elektrifizierungsbaukasten (MEB) von VW nutzt, um die Modellpalette des Automobilkonzerne um ergänzende E-Autos zu erweitern.

VW und e.GO planen konkretes Fahrzeugprojekt

Volkswagen will durch eine möglichst umfangreiche Verbreitung des MEB und die damit verbundenen Skaleneffekte die Kosten der E-Mobilität deutlich senken. Eigenen Angaben zufolge hat der Konzern in der ersten Phase rund 15 Millionen reine E-Fahrzeuge auf dem MEB projektiert. Jetzt kommt e.GO Mobile als erster externer Partner hinzu. Ein konkretes Fahrzeugprojekt werde derzeit geplant. „Wir können die Agilität von e.GO in der Produktentwicklung und unsere Stärke beim Bau von Kleinserienfahrzeugen auf Basis von Alu-Profil-Spaceframes einbringen“, sagt dazu Günther Schuh. Durch die MEB-Plattform werde die e.GO Mobile AG noch schneller, robuster und kostengünstiger.

Vor e.GO bereits mit dem Streetscooter erfolgreich

Die e.GO Mobile AG gilt als einer der Pioniere der Elektromobilität und wurde 2015 von Günther Schuh gegründet. 2018 hat das Start-up in der Kategorie Transportsysteme den Deutschen Solarpreis 2018 gewonnen. Ziel des Unternehmens ist eine bezahlbare und alltagstaugliche Elektromobilität in Deutschland; im Zentrum steht ein kompaktes Elektrofahrzeug für den urbanen Raum. Vor der Gründung der e.GO Mobile AG hatte Günther Schuh gemeinsam mit seinem RWTH-Kollegen Professor Achim Kampker bereits mit dem Streetscooter für Aufsehen gesorgt. Der Streetscooter ist das Produkt eines gleichnamigen Start-ups, das 2010 zunächst als privatwirtschaftlich organisierte Forschungsinitiative gegründet wurde. Die Deutsche Post wurde 2011 im Rahmen der IAA auf ein Konzeptfahrzeug aufmerksam, auf dessen Basis Konzern und Forscher dann gemeinsam einen auf die Ansprüche des Logistikers zugeschnittenen Transporter entwickelten. Ende 2014 kaufte der Konzern das Start-up für einen nicht genannten Preis komplett auf.

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