Building Information Modeling

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79 Prozent der Bauunternehmen wollen in den kommen Jahren Building Information Modeling (BIM) nutzen. Mit dieser als ‚digitales Planen und Bauen‘ bezeichneten Methode wird das Planen, Ausführen und Bewirtschaften von Gebäuden mit Hilfe von digitalen Lösungen optimiert. Aber 63 Prozent halten das digitale Bauen für technisch anspruchsvoll, und nur 18 Prozent haben bereits eine ausgereifte Strategie für das digitale Bauen entwickelt. Dabei rechnet jedes zweite Unternehmen damit, dass sich das Geschäftsmodell durch BIM stark wandeln wird. Zu diesen Ergebnissen kommt die Studie „Digitalisierung der deutschen Bauindustrie“, für die PwC 100 Unternehmen aus den Bereichen Planung & Design, Bau und Anlagenbau befragt hat.

Wie die Studie zeigt, hat mehr als die Hälfte der deutschen Bauunternehmen bereits Erfahrungen mit Building Information Modeling gesammelt. Fast jeder Zweite bezeichnet BIM als positive Erfahrung (46 Prozent) und Arbeitserleichterung (44 Prozent). Dass digitales Bauen zu effizienteren Arbeitsabläufen führt, finden 39 Prozent der Befragten. Je 36 Prozent nennen die kürzeren Planungs- und Bauzeiten sowie eine bessere Zusammenarbeit mit allen Akteuren als zentrale Vorteile.

Building Information Modeling: Hürden

Die größten Hürden für das digitale Bauen sind nach Einschätzung der Unternehmen fehlende Fachkräfte (52 Prozent) und hohe Investitionen (48 Prozent). Außerdem können mehr als drei Viertel der Befragten die Kosten der technischen Implementierung von BIM nicht einschätzen. Um die Einsatzmöglichkeiten von BIM in Deutschland zu verbessern, fordern die Befragten den schnelleren Ausbau der digitalen Infrastruktur. Aber auch die finanzielle Förderung durch den Bund und mehr Anreize seitens der Auftraggeber für eine bereichsübergreifende Zusammenarbeit sehen sie als sehr wichtig an, zudem mehr Aus- und Weiterbildungsmöglichkeiten. Einig sind sich die Befragten darin, dass das digitale Bauen die Branche künftig prägen wird.

„In Zukunft werden Unternehmen aus der Baubranche am digitalen Bauen kaum mehr vorbeikommen“, sagt auch Christian Elsholz, Director bei PwC im Bereich Capital Projects & Infrastructure: „Ab 2020 wird BIM bei allen neuen öffentlichen Infrastrukturprojekten in Deutschland verbindlich. Schon heute fordern viele Ausschreibungen den Einsatz von BIM.“ Das deckt sich mit den Erfahrungen der Umfrageteilnehmer: Rund 60 Prozent geben an, dass BIM in den vergangenen zwölf Monaten in Ausschreibungen gefordert war, durchschnittlich bei zehn Prozent der Projekte. In acht von zehn Ausschreibungen seien darüber hinaus weitere Technologien gefragt gewesen, vor allem 3D-Druck (40 Prozent) sowie Cloud-Technologie und 3D-Laserscanning (jeweils 34 Prozent).

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