Spielregeln für das Internet der Dinge

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Einen Report zum Aufstieg des Internet der Dinge (IoT) hat jetzt das Institut für Sozialwissenschaftliche Forschung (ISF) München veröffentlicht. Der Report zeigt anhand von Forschungsergebnissen aus Deutschland und dem Silicon Valley, dass die Gestaltung des IoT kein Selbstläufer ist. Entstanden ist das Papier im Rahmen des vom Bundesministerium für Bildung und Forschung geförderten Projektes „Digitale Dienstleistung in modernen Wertschöpfungssystemen: Neue Produktivitätspotenziale nachhaltig gestalten“ (digit-DL). Im Fokus des Reports stehen der Aufstieg des Internet der Dinge, seine Auswirkungen auf die Wirtschaft und die damit verbundenen Gestaltungsherausforderungen.

Das Internet der Dinge ganzheitlich betrachtet

Das Verbundprojekt digit-DL hat laut ISF seit 2013 die Digitalisierung aus einer ganzheitlichen Perspektive beleuchtet, die Geschäftsmodelle, Wertschöpfung und Innovationsstrategien umfasst. Dabei wurden den vergangenen Jahren mehrere hundert Interviews mit Strategen aus dem Management, Betriebsräten und Beschäftigten der IT-Industrie, der Automobil- und Elektrobranche sowie traditioneller Dienstleistungsbereiche geführt. Diese Interviews bilden die Basis für die Analysen der Trends, Dynamiken und Strategien der digitalen Transformation sowie der Herausforderungen für Wirtschaft und Gesellschaft. Außerdem enthält der Report ein von den ISF-Wissenschaftlern erarbeitetes „Referenzsystem der strategischen Gestaltungsfelder für das Internet of Things“. Dieses soll bei der Bewältigung der mit dem Aufstieg des IoT einhergehenden Herausforderung Orientierung geben. Es umfasst sechs Felder: die im IoT neu entstehenden Geschäftsmodelle, den grundlegenden Wandel in der Qualifikationsstruktur, neue Organisationskonzepte für Arbeit, die Gestaltung von Eco-Systemen durch Kooperationen auf Augenhöhe, Strategien für die Verwertung von Daten sowie die neue Interdisziplinarität zwischen Hardware und Software.

Aus Sicht der Autoren ist das Internet der Dinge mehr als ein weiterer Digitalisierungs-Hype. Vielmehr markiere es an der Schnittstelle zwischen New Economy und Old Economy einen Wendepunkt in der digitalen Transformation. Es werde zu einem ‚Game Changer‘, der die Fundamente von Wirtschaft und Gesellschaft grundlegend verändert und die Spielregeln für Geschäftsmodelle, Wertschöpfungsprozesse und Arbeit neu bestimmt.

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