digitale Identität

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Das Hasso-Plattner-Institut (HPI) bietet über seine IT-Lernplattform openHPI vom 20. Februar bis zum 6. März 2019 einen kostenlosen Online-Kurs an, der alle Teilnehmenden dazu befähigen soll, ihre digitale Identität besser zu schützen. Kursleiter ist der Potsdamer Informatikwissenschaftler Prof. Dr. Christoph Meinel. „Die jüngsten Cyberangriffe und Datendiebstähle, von denen Prominente betroffen sind, zeigen sehr deutlich, wie viel Aufklärungsbedarf überall noch besteht“, so Meinel.

Der Direktor des HPI will Internetnutzern verdeutlichen, dass jedes Konto im Netz eine eigene, individuelle digitale Identität repräsentiert. „Jeder von uns hat durchschnittlich 25 solcher Internetkonten, zum Beispiel für E-Mail-Dienste, soziale Netzwerke, Online-Shopping oder Lernplattformen“, sagt Meinel. Jede dieser digitalen Identitäten umfasse jeweils ganz verschiedene persönliche Angaben wie E-Mail-Adresse und Passwort sowie oft auch Anschrift und Bankverbindung. Diese umfangreichen und vielfältigen persönlichen Informationen würden Cyberkriminelle zu Diebstahl und Missbrauch animieren. Deshalb werde es immer wichtiger zu wissen, wie sich die eigene digitale Identität effektiv schützen lasse.

Haupteinfallstor für Kriminelle sind Meinel zufolge unsichere Passwörter. Auch im vergangenen Jahr hätten sich viele Internetnutzer bei der Wahl ihrer Passwörter wieder auf simple Zahlenreihen wie 123456 verlassen, kritisiert er. Damit seien sie erhebliche Risiken eingegangen. „Ein derart schwaches Passwort gleicht einer Haustür, in die ich von außen einen Schlüssel stecke. So etwas lädt geradezu zum Identitätsdiebstahl ein“, sagt Meinel. Zwar gebe es keinen hundertprozentigen Schutz vor Identitätsdiebstahl. Aber man müsse es den Kriminellen so schwer wie möglich machen, an das Passwort zu gelangen.

Im Onlinekurs „Digitale Identitäten – Wer bin ich im Netz?“ will openHPI vor allem das Wissen der Teilnehmer über sichere Passwörter, über die Abwehr möglicher Angriffe auf diese sowie über sichere Methoden zu ihrer Speicherung vermehren. Die Teilnahme steht allen Interessierten offen.

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