Führung

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Vertrauen und der Dialog auf Augenhöhe – das sind aus Sicht von Internetnutzern die wichtigsten Führungsinstrumente in einer digitalisierten Arbeitswelt. Das zeigt eine aktuelle Publikation der Bundesanstalt für Arbeitsschutz und Arbeitsmedizin (BAuA). Demnach wünscht sich die überwiegende Zahl der Befragten eine direkte personale Führung, wenn auch in veränderter Form.

Führung wird laut BAuA in der Arbeitsforschung häufig als unmittelbare, absichtliche, zielbezogene Einflussnahme der Führungskraft auf andere Personen in der Organisation mit Hilfe von Kommunikation verstanden. Die Digitalisierung schaffe neue Rahmenbedingungen, in der sich feste organisationale Strukturen auflösen könnten und Kommunikation häufig über digitale Kanäle stattfinde. Mit Hilfe der Netnografie als Forschungsmethode hat die BAuA vor diesem Hintergrund ermittelt, wie sich das Thema in einer digitalisierten Arbeitswelt verändert und wie zukünftige Anforderungen aussehen.

Paradigmenwechsel beim Thema Führung?

Zwar lässt sich der BAuA zufolge kein exakter Führungsbegriff aus den Aussagen der Nutzer definieren. Jedoch werde deutlich, dass die Nutzer einen Paradigmenwechsel fordern. „Fast alle lehnen das autoritäre Vergangenheitsbild von Führungskräften ab und fordern einen Wandel“, so die Bundesanstalt. Dabei gebe es unter den Internetnutzern bei der Frage, in welcher Form Führung künftig notwendig sein wird, vier unterschiedliche Typen. Die Typen reichen von einer Führung durch technische Systeme, über vermehrte Selbststeuerung sowie einer Aufteilung von Mensch und technischem System bis hin zur uneingeschränkten menschlichen Führung.

Insgesamt zeige sich, dass die Internetnutzer der Digitalisierung einen großen Einfluss auf die direkte Mitarbeiterführung zusprechen. Jedoch wünsche sich die überwiegende Zahl der Nutzer auch in der digitalen Arbeitswelt direkte Vorgesetzte, die sie unterstützen und ihnen Orientierung geben.

Die Publikation mit dem Titel „Die Notwendigkeit von Führung in einer digitalisierten Arbeitswelt – eine Netnografie“ steht auf der BauA-Homepage zum Download zur Verfügung.

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