Gesten im Museum

Quelle: Industriemuseum Chemnitz

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Gesten wie der erhobene Zeigefinger begleiten nicht nur unser Sprechen und sind inzwischen mehr als ein Teil der Alltagskommunikation. Denn Gesten gewinnen bei der Steuerung technischer Geräte immer mehr an Bedeutung, sei es zur Bedienung von Fernsehern oder Industrierobotern oder bei der Kommunikation mit fahrerlosen Autos. Daher wird die interaktive Ausstellung „Gesten – gestern, heute, übermorgen“, die im vergangenen Winter mehr als 16.000 Besucherinnen und Besucher in das Sächsische Industriemuseum Chemnitz führte, bald auch in Berlin und in Frankfurt am Main zu sehen sein.

Die Sonderausstellung bildet den Abschluss des Forschungsprojekts „Hands and Objects in Language, Culture, and Technology: Manual Actions at Workplaces between Robotics, Gesture, and Product Design“. Der Schwerpunkt von MANUACT lag auf Handhabungsgesten – einerseits mit Fokus darauf, wie diese aus dem Umgang mit Gegenständen, Werkzeugen und Maschinen hervorgehen und dann für Zwecke der Kommunikation redebegleitend zum Einsatz kommen, andererseits vor dem Hintergrund, wie für die Mensch-Maschine-Interaktion eine Gestensteuerung entwickelt werden kann, die zwar intuitiv ist und an die kommunikativen Gesten aus unserem Alltag anschließt, mit diesen auch nicht in Konflikt gerät.

Das Berliner Museum für Kommunikation stellt in einem leicht veränderten Zuschnitt die Welt der Gesten vom 11. April bis 1. September 2019 aus. „Wie die Sprache der Hände, unser alltäglicher Objektgebrauch und seine Geschichte zusammenhängen, wird auch in Berlin den Mittelpunkt der Ausstellung bilden und so außerdem auf ungewöhnliche Weise begreifbar machen, was sprachwissenschaftliche Gestenforschung mit der Arbeitswelt der Zukunft zu tun hat“, sagt Prof. Dr. Ellen Fricke von der Technischen Universität Chemnitz. Im September wandert die Ausstellung dann 400 Kilometer weiter und wird bis März 2020 im Frankfurter Museum für Kommunikation präsentiert.

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