Quelle: Pixelio/Erwin Lorenzen

VWI Redaktion 1 Kommentar

„Die Fähigkeit, auch bei komplexen Themen und Konstruktionen den Überblick zu behalten, ist neben technischem Fachwissen eine wichtige Voraussetzung für den beruflichen Erfolg.“ Das sagt Katharina Hein, die als Wirtschaftsingenieurin bei der Liebherr-Hydraulikbagger GmbH im Bereich Value Engineering arbeitet. Das Jobmagazin karriereführer hat sie für die Ausgabe zum Thema Ingenieure zu ihrem Werdegang und ihrer jetzigen Tätigkeit befragt.

Karrierestart nach Ausbildung und Studium

Katharina Hein hat demnach erst eine Ausbildung zur Industriekauffrau gemacht und danach Wirtschaftsingenieurwesen in Ulm/Neu-Ulm studiert, da sie schon als Kind Spaß und Interesse an Technik hatte. „Die wirtschaftlichen Aspekte meines Studienfaches kannte ich schon durch meine Ausbildung, das technische Know-how fehlte mir allerdings noch“, so Hein. Als Wirtschaftsingenieurin können sie jetzt beide Tätigkeitsbereich kombinieren; das sei optimal. Vor allem die Vorkenntnisse aus der Ausbildung und der Praxisbezug während des Studiums hätten ihr den Berufseinstieg enorm erleichtert.

Im Value Engineering an der Schnittstelle

Ihr Praxissemester hat Katharina Hein bei der Liebherr-Hydraulikbagger GmbH in Kirchdorf gemacht. „Die technische Komplexität in Zusammenhang mit der dahintersteckenden Ingenieurskunst hat mich sehr begeistert, und deshalb war Liebherr nach meinem Studium auch eines meiner Wunschunternehmen“, sagt die Wirtschaftsingenieurin. Während ihr Praxissemester an der Schnittstelle von Technik und Vertrieb im Produktmanagement stattfand, arbeitet sie jetzt im Bereich Value Engineering. Ihre Aufgaben dort beschreibt sie als vielseitig, da zu den Hauptaufgaben dieses Bereichs innerhalb des technischen Büros unter anderem das Kostenmanagement während der Produktentwicklung gehöre. „Somit bin ich mitten im Produktentwicklungsprozess tätig und arbeite mit vielen verschiedenen Abteilungen zusammen. Ich bin sozusagen der Vermittler zwischen Vertrieb, Entwicklung, Controlling und Einkauf.“

Lust auf lebenslanges Lernen

Und was rät Katharina Hein Absolventinnen und Absolventen? „Um im Job erfolgreich zu sein, darf das Interesse an lebenslangem Lernen nicht nachlassen“, sagt sie. Außerdem müsse man für sich selbst entscheiden, was man wirklich gerne tut. Hein: „Ich glaube, dass man am erfolgreichsten sein wird, wenn man das machen kann, was einem Spaß macht.“

— Ein Kommentar —

  1. Wobei sich der (wichtige) Aufrufruf, lebenslang zu lernen, auch gerade an die erfahrenen Mitarbeiter richten sollte und nicht nur an Absolventen.

    Bis ins höhere Berufsalter wichtig sind m.M:

    – Mitarbeiter, die das Lernen nicht verlernen
    – altersangepaßte Lernangebote und Zeit, diese in Anspruch zu nehmen (firmeninterne und -extern)
    – Jobpersperspektiven für alle Berufsaltersgruppen.

    Bereits aufgrund der Digitalisierung (aber auch in anderen Gebieten) entstehen heute Berufsfelder, die es vorher nicht gab/ fallen andere Felder weg. Wenn eine Gesellschaft hier nicht mitlernt, wird es sicher nicht einfacher werden auch in Zukunft wettbewerbsfähig zu bleiben.

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