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Wie Unternehmen ihre eigene Energieversorgung, die dezentrale Speicherung und den intelligenten Energieverbrauch selbst in die Hand nehmen können, zeigt der „Leitfaden Firmenenergie“ des Bundesverbandes Unternehmensgrün e.V. Der Leitfaden ist das Ergebnis des gleichnamigen Wettbewerbs, den Unternehmensgrün mit Unterstützung der Deutschen Bundesstiftung Umwelt (DBU) durchgeführt hat. Das Projekt hat gezeigt, dass sich viele Unternehmen aktiv an Lösungen für den Klimaschutz beteiligen, eigene Energiekonzepte aufbauen und nach Klimaneutralität streben – und die Firmenenergie dabei als wichtigen Baustein sehen, also die Erzeugung und Nutzung von Strom und Wärme rund um das eigene Firmengelände.

Der „Leitfaden Firmenenergie“ gibt Empfehlungen für die erfolgreiche Umsetzung von Klimaschutzmaßnahmen rund um das eigene Firmengelände und stellt auch die zehn ausgewählten Konzepte des Wettbewerbs Firmenenergie vor. Diese Best-Practice-Beispiele aus so unterschiedlichen Branchen wie dem Hotelgewerbe, der Medientechnik oder der Lebensmittelproduktion zeigen, wie groß das Potenzial für Unternehmen ist. Für den Wettbewerb Firmenenergie hatten über 40 Unternehmen ihre Energiekonzepte eingereicht. Darunter sind einfache, leicht und schnell umsetzbare Erfolgskonzepte, aber auch weitreichendere Lösungen mit teils wegweisenden Innovationen.

Bei der Auswahl der in dem Leitfaden vorgestellten Sieger und Platzierten hat die Jury besonderen Wert auf modellhafte Lösungen gelegt, die sich auf andere Betriebe übertragen lassen. Die Beispiele sollen aber auch deutlich machen, wo sich die politischen Rahmenbedingungen weiterentwickeln müssen, damit aus Vorbildern Regelfälle werden – denn technisch sind die meisten Herausforderungen inzwischen gelöst.

Unternehmensgrün appelliert vor diesem Hintergrund an die Bundesregierung, derzeit noch bestehende bürokratische und fiskalische Bremsen zu lösen, damit mehr Firmenenergie-Lösungen umgesetzt werden können. Besonders das gewachsene Energierecht mit der hohen steuerlichen Belastung von selbst erzeugtem Strom bremst demnach die Energiewende insgesamt aus. Denn dezentrale Lösungen bei Unternehmen mit eigener Energieerzeugung und großen Energiespeichern könnte auch den Druck auf die Energieverteilung in Deutschland senken.

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