Big-Data-Potenzial

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Es gibt in Deutschland nicht den einen großen Standort für Künstliche Intelligenz, sondern mehrere KI-Zentren für entsprechende Forschungseinrichtungen und Start-ups. Zu diesem Ergebnis kommt eine aktuelle Analyse des IW Köln. Demnach gibt es basierend auf dem Internetportal GERit (German Research Institutions) in Deutschland 46 Einrichtungen im Fachgebiet Künstliche Intelligenz. Diese befinden sich an 26 unterschiedlichen Hochschulen sowie je einer Fraunhofer- und einer Max-Planck-Gesellschaft. Hinzu kommt als weitere Forschungseinrichtung in diesem Bereich das Deutsche Forschungszentrum für Künstliche Intelligenz (DFKI) mit Standorten in Berlin, Bremen, Kaiserslautern, Osnabrück, Saarbrücken und Sankt Wendel.

Für die Situation der Start-ups haben die IW-Autoren Daten der Initiative AppliedAI und des Unternehmens Asgard zu KI-Start-ups in Deutschland ausgewertet. Demnach zeigt sich in Deutschland eine relativ breite regionale Streuung der Start-ups, deren Geschäftsmodell nach den genannten Quellen auf KI basiert. Insgesamt finden sich in den Daten 164 KI-Start-ups bundesweit; Spitzenreiter bei den Städten ist Berlin inklusive Umland mit knapp 70 Unternehmen.

Der Vergleich von KI-Start-ups und KI-Forschungseinrichtungen zeigt laut IW Köln, dass in den Städten Berlin, München, Hamburg und Karlsruhe die Anzahl der Start-ups deutlich die der Forschungseinrichtungen übersteigt, während es in Bremen, Dresden und Aachen umgekehrt sei. So biete beispielsweise die Universität Bremen drei sogenannte Arbeitsgruppen zu KI sowie das Centrum für Komplexe Systeme und Visualisierung, jedoch gebe es nur zwei KI-Start-ups nach den verwendeten Quellen.

„Die Daten zeigen, dass aktuell in Deutschland zahlreiche KI-Start-ups gegründet werden, ohne eine KI-Forschungseinrichtung in der regionalen Nähe zu haben“, schreiben die IW-Autoren. Die regionale Streuung von KI-Zentren habe dabei Vor- und Nachteile: „Zum einen zeigt sich, dass Gründungen auch abseits großer Forschungszentren möglich sind. Auf der anderen Seite können möglicherweise Spillover aus den Forschungseinrichtungen durch räumliche Nähe besser internalisiert werden. Darüber hinaus kann eine höhere Konzentration an einem oder wenigen Standorten die Entwicklung von KI-Start-ups möglicherweise beschleunigen.“

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