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Mit den Potenzialen der Crossdisziplinarität beschäftigte sich die MINT-Zukunftskonferenz 2017, die von der Initiative ‚MINT Zukunft schaffen‚ und dem Bundesministerium für Wirtschaft und Energie (BMWi) gemeinsam in Berlin durchgeführt wurde. Denn aus Sicht der Veranstalter setzen MINT-Kompetenzen in einer digitalisierten Wissens- und Kreativgesellschaft andere Akzente als in einer Industriegesellschaft. Gründe sind der Zusammenhang von sozialer und technologischer Innovation sowie die Bedeutung von Kreativität, Phantasie und unternehmerischem Gestalten.

MINT-Verständnis erweitern

Etliche MINT-Initiativen arbeiten bereits crossdisziplinär, in Schulen, Universitäten und Unternehmen ebenso wie in MAKER-Garagen oder bei Kunstwettbewerben. Daher sollte auch die Zukunftskonferenz gezielt einen Kontrapunkt zum engen, rein technischen Verständnis des Begriffs setzen – obwohl das Akronym aus Mathematik, Informatik, Naturwissenschaft und Technik auf den ersten Blick keine solche Erweiterung zu erlauben scheint. „Es reicht heutzutage nicht aus, nur MINT-Kompetenzen im Blick zu haben“, sagt jedoch Thomas Sattelberger, Vorstandsvorsitzender von ‚MINT Zukunft schaffen‘: „Es muss verstärkt um die Crossdisziplinarität mit Kunst, Kultur, Geistes- und Sozialwissenschaften gehen, um den Zusammenhang von technischen, sozialen und ästhetischen Innovationen zu vermitteln.“ Sattelberger verweist auf den angloamerikanischen Raum: Dort wurde der Begriff STEM, der für Science, Technology, Engineering, Mathematics steht, bereits um ein A für Arts zu STEAM erweitert.

Mit Kreativität zur Innovation

Im BMWi wird Crossdisziplinarität ebenfalls als kommendes Thema gesehen. „In der modernen Digitalgesellschaft bedarf es auch der kreativen Berufe, um Innovationen erfolgreich am Markt zu platzieren“, so BMWi-Staatssekretär Dirk Wiese: „Schon Schumpeter wusste: Neue Kombinationen sind die Triebfeder der wirtschaftlichen Entwicklung.“

Die Initiative ‚MINT Zukunft schaffen‘ steht für alle Initiativen und Aktivitäten der Unternehmen und ihrer Verbände, um vermehrt Fachkräfte mit entsprechenden Qualifikationen zu gewinnen. Die 2008 von BDA und BDI ins Leben gerufene Initiative will unter der Schirmherrschaft von Bundeskanzlerin Angela Merkel den zahlreichen, seit vielen Jahren erfolgreich wirkenden Einzelinitiativen der Verbände und Unternehmen eine gemeinsame Plattform bieten, um Veränderungen zu bewirken und politischen Forderungen entscheidenden Nachdruck zu verleihen.

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