Dissertation - und dann?

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Wieviel Start-up steckt in deiner Dissertation? Diese Frage steht im Zentrum des Projekts „Young Entrepreneurs in Science“. Das Projekt soll Nachwuchswissenschaftler in unternehmerische Bahnen lenken und Karrierewege außerhalb von Labor und Hörsaal aufzeigen – Bewerbungen für das Programm sind noch möglich.

Über drei Jahre hinweg soll das Projekt 2000 Promovierende an Universitäten und Hochschulen aus 20 Regionen bundesweit begleiten. „Young Entrepreneurs in Science“ wurde von der Falling Walls Foundation initiiert und wird neben dem Bundesministerium für Bildung und Forschung von mehreren Partnern finanziert, unter anderem von BASF, Bayer Foundations, Carl-Zeiss-Stiftung, Daimler und Infineon Technologies. Knapp 40 Hochschulen, Universitäten und Forschungszentren beteiligen sich an der Projektphase.

Im Zuge des Projekts sollen in insgesamt sechs Modulen Workshops die praxisnahe Auseinandersetzung mit den Chancen und Herausforderungen der Selbstständigkeit ermöglichen. Zum einen erfahren Promovierende, wie in großen Unternehmen unternehmensinterne Forschung und Entwicklung abläuft. Zum anderen helfen erfahrene Coaches beim Umdenken, und Gründer aus der Wissenschaft berichten, wie die ersten Schritte zur eigenen Firma gelingen. Die beteiligten Unternehmen sollen den Initiatoren zufolge von einem direkten Zugang zu einem Pool an hochqualifizierten Fachkräften, frischen Ideen und unternehmerischen Trends profitieren.

Wie die Falling Walls Foundation berichtet, gründen von den etwa 200.000 Promovierenden in Deutschland bislang nur wenige ein eigenes Unternehmen. Dabei seien Schlüsselqualifikationen, wie sie für eine Dissertation beziehungsweise Promotion benötigt werden, unternehmerischen Kompetenzen durchaus ähnlich. Das Projekt „Young Entrepreneurs in Science“ habe sich daher das Ziel gesetzt, die Gründungskultur unter deutschen Nachwuchswissenschaftlern zu stärken und frühzeitig die Lust auf Unternehmertum zu entwickeln.

Die Falling Walls Foundation ist eine gemeinnützige Einrichtung in Berlin, die jedes Jahr am Jahrestag des Mauerfalls die internationale Wissenschaftskonferenz Falling Walls Conference veranstaltet. Im Rahmen der Konferenz stellen rund 20 Spitzenwissenschaftler aus aller Welt in je 15 Minuten vor, welche Durchbrüche in Natur-und Geisteswissenschaften, Wirtschaft und Technologie bevorstehen.

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