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Die Zahl der Arbeitskräfte in Deutschland wird sich einem aktuellen IGZA-Arbeitspapier zufolge bis 2040 um zehn Millionen Menschen verringern. Vor diesem Hintergrund soll der digitalen Transformation mit Robotik und Automation eine Schlüsselrolle zukommen.

Das Arbeitskräfteangebot in Deutschland wird sich bis 2040 wahrscheinlich stark verringern: Da die Babyboomer-Jahrgänge aus dem Erwerbsalter herauswachsen und geburtenschwache Jahrgänge nachrücken, schrumpft das Erwerbspotenzial in Deutschland bis 2040 um zehn Millionen Menschen – ein Minus von 20 Prozent. Das geht aus einem aktuellen Arbeitspapier des Instituts für die Geschichte und Zukunft der Arbeit (IGZA) in Berlin hervor. Unter dem Titel „Deutschland 2040: 10 Thesen zu Arbeitsmarkt und Rente, Demografie und Digitalisierung“ haben sich die Autoren mit den Folgen dieses Rückgangs befasst. Demnach kommt der digitalen Transformation mit Robotik und Automation eine Schlüsselrolle zu, um sich dieser neuen Arbeitsmarktsituation anzupassen.

Das passt zu den Zahlen, die der VDMA-Fachverband Robotik und Automation im Rahmen seiner Jahrespressekonferenz in Frankfurt vorstellte. Das Umsatzvolumen der drei Segmente – Integrated Assembly Solutions, Robotik und Industrielle Bildverarbeitung – stieg demnach von 6,2 Milliarden Euro im Jahr 2009 auf 12,8 Milliarden Euro im Jahr 2016, für 2017 werden 13,7 Milliarden Euro erwartet. Die größte Teilbranche bleiben laut VDMA mit sieben Milliarden Euro Umsatz im Jahr 2016 die Integrated Assembly Solutions, also die intelligenten Montage- und Produktionslösungen; 2017 soll der Umsatz bei 7,4 Milliarden Euro liegen. Die deutsche Robotik erwirtschaftete 2016 rund 3,6 Milliarden Euro; für 2017 prognostiziert der VDMA 3,8 Milliarden Euro. Die Industrielle Bildverarbeitung lieferte 2,2 Milliarden Euro Umsatzvolumen; für 2017 rechnet der VDMA mit 2,5 Milliarden Euro.

„Wirtschaftliche Stärke und soziale Solidarität“

„Demographie und Digitalisierung bieten in den nächsten Jahrzehnten für Deutschland die einmalige Chance Innovation, Qualifikation und Wettbewerbsfähigkeit zu einer positiven Allianz von wirtschaftlicher Stärke und sozialer Solidarität zu verbinden“, so IGZA-Vorstand Dr. Horst Neumann: „Eine beschleunigte Digitalisierung und daraus folgende Produktivitätssteigerungen sind zur Sicherung der Wettbewerbsfähigkeit notwendig und bilden die Basis der Finanzierung von Infrastruktur, Bildungs- und Rentensystem.“ (ph)

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