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Thomas Ritter Keine Kommentare

Erfolgreicher erster VWI Online Summit

Am 16. Mai fand der erste VWI Online Summit statt. Die Online-Konferenz wurde als Antwort auf die situationsbedingt entfallene Hochschulgruppenversammlung (HGV) in Bremen seitens der studentischen Vorstandsmitglieder initiiert. Workshops und Trainings, wie sie auf einer HGV angeboten werden, stellen bekanntermaßen eine Kernkompetenz des VWI dar und schaffen Synergieeffekte innerhalb des Verbands und zur Wirtschaft.

„Wir sind davon überzeugt, mit dem VWI Online Summit ein geeignetes Alternativformat zur HGV geschaffen zu haben. Auch wenn sich die Verbandsmitglieder nicht räumlich treffen können, bringen wir den Mehrwert des VWI in digitaler Form in die Wohnzimmer“, so Jennifer Schubert und Tabea Richert, die zusammen als Projektleitung für die erfolgreiche Durchführung des Events gesorgt haben. Auf dem VWI Online Summit kamen über 250 Verbandsmitglieder aus dem gesamten Bundesgebiet virtuell zusammen, um sich in sechs Themenbereichen mit 30 Referentinnen und Referenten auszutauschen.

Durch das große Netzwerk im Verband und die Unterstützung des Bundesteams, der Präsidentin Frauke Weichhardt und des Geschäftsführers Axel Haas konnten hochqualifizierte Referenten für das neue Format gewonnen werden. An dieser Stelle bedankt sich der Verband auch bei den Kooperationspartnern, die die Veranstaltung unterstützt haben. Das positive Feedback der Teilnehmenden und der Referierenden lädt zu einer Neuauflage des Events ein.

Der VWI bedankt sich bei allen Mitwirkenden für das Engagement, die vielfältigen Inhalte und das Interesse.

Stimmen der Beteiligten:

Die Projektleitung hat in kurzer Zeit dieses Event auf die Beine gestellt. Ich gehe davon aus, dass der VWI das auch zukünftig veranstalten sollte. Danke für euer tolles Engagement!
Frauke Weichhardt, Präsidentin des VWI

Gerade für Jung- und ordentliche Mitglieder, welche nicht mehr in der Größenordnung an mehrtägigen Veranstaltungen teilnehmen können, eine tolle Möglichkeit, gebündelt Inhalte zu interessanten Themen aufzunehmen und sich auszutauschen.
Florian Schwarzkopf, Teilnehmer

Liebe Frau Richert, Liebe Frau Schubert, Sie haben einen großartigen Job gemacht. Ich fühlte mich als Referent jederzeit sehr wohl und hatte das Gefühl, dass Sie beide alle im Griff haben.
Thomas Götz, HORBACH

Das neue Format ist perfekt, sehr einfach bedienbar und insgesamt ein großer Erfolg.
Gerne nehme ich an weiteren vergleichbaren Veranstaltungen teil, der Online-Summit-Samstag war ein großer Gewinn für mich.
Vielen Dank den Projektleiterinnen für ihre Mühe und die Umsetzung eines durchdachten Konzepts!
Florian Böttcher, Teilnehmer

Besten Dank für die gelungene Organisation des Online-Summits. Ich hatte viel Spaß beim Referieren und habe sehr viel von den anderen Referenten gelernt.
Markus Kube, Kommunikationstrainer

Herzlichen Dank für das spontane Aufstellen dieses Formates und die spannenden Referenten die wertvolle Beiträge gegeben haben. Für mich war es die richtige Inspiration – ab sofort werde ich das Thema „digitale Formate“ weiter treiben.
Simon Muschler, Teilnehmer

Danke für die sehr gute Arbeit und die starke Organisation des Summits – aus meiner Sicht lief alles reibungslos und hat sehr viel Spaß gemacht!
Matthias Bruske, Tagueri AG

 

Referentinnen und Referenten:

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Carculator

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Carculator errechnet Ökobilanz von Pkw

Um sich vor dem Kauf ein Bild von der Ökobilanz eines Pkw machen zu können, haben Forschende des Schweizer Paul Scherrer Instituts (PSI) ein Webtool namens Carculator entwickelt. Das Programm soll die Ökobilanz von Pkw mit unterschiedlichen Antriebsarten ermitteln und in Vergleichsgrafiken darstellen. Dabei wird laut PSI der gesamte Lebenszyklus des Fahrzeugs berücksichtigt.

Der Carculator fragt zunächst diverse Parameter ab. Dazu gehören neben der Größenkategorie verschiedene Antriebsarten ebenso wie unterschiedliche Treibstoffe – es geht also nicht nur um die Frage Benzin, Diesel, Erdgas, Brennstoffzelle oder Batterieantrieb, sondern auch um Bio- und synthetische Treibstoffe verschiedenen Ursprungs sowie um Technologien wie CO2-Abscheidung und -Speicherung bei der Wasserstoffproduktion. Zudem werden das Zulassungsjahr und das Land berücksichtigt, in dem das Fahrzeug genutzt werden soll, denn beides beeinflusst den Strommix für Batteriefahrzeuge. Für die Zukunft kann der Strommix auch selbst definiert werden, um die Auswirkungen verschiedener Szenarien zu testen. Zudem bewertet das Tool die Umweltauswirkungen der Produktionsseite, beispielsweise die Herstellung der Karosserie und weiterer Bauteile wie Batterien für Elektroantriebe.

Als Ergebnis zeigt der Carculator dem PSI zufolge mehrere Umweltindikatoren an. Zum einen werden alle Treibhausgase zusammengerechnet und in CO2-Äquivalenten angegeben, zum anderen der Ausstoß an Feinstaub und Stickoxidemissionen und sowie weitere Ökobilanzindikatoren wie beispielsweise die Gewässerverschmutzung. Alle Werte werden für alle ausgewählten Fahrzeuge parallel als Grafiken ausgegeben, sodass sie sich vergleichen lassen.

Wer unter die Motorhaube des Carculators blicken will, kann das Programm herunterladen und alle zugrundeliegenden Berechnungen einsehen, beurteilen und auch ändern. Diese Option ist laut PSI vor allem für die Forschungsgemeinde gedacht, die wissen möchte, wie gearbeitet wurde, und die die Berechnungen eventuell für eigene, weiterführende Studien nutzen will. Diese vollständige Transparenz soll zudem der öffentlichen Debatte helfen. Die kommenden Versionen des Tools sollen neben Pkw auch Lastwagen, Flugzeuge und öffentliche Verkehrsmittel beinhalten.

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„Leitfaden Firmenenergie” zeigt innovative Lösungen

Wie Unternehmen ihre eigene Energieversorgung, die dezentrale Speicherung und den intelligenten Energieverbrauch selbst in die Hand nehmen können, zeigt der „Leitfaden Firmenenergie“ des Bundesverbandes Unternehmensgrün e.V. Der Leitfaden ist das Ergebnis des gleichnamigen Wettbewerbs, den Unternehmensgrün mit Unterstützung der Deutschen Bundesstiftung Umwelt (DBU) durchgeführt hat. Das Projekt hat gezeigt, dass sich viele Unternehmen aktiv an Lösungen für den Klimaschutz beteiligen, eigene Energiekonzepte aufbauen und nach Klimaneutralität streben – und die Firmenenergie dabei als wichtigen Baustein sehen, also die Erzeugung und Nutzung von Strom und Wärme rund um das eigene Firmengelände.

Der „Leitfaden Firmenenergie“ gibt Empfehlungen für die erfolgreiche Umsetzung von Klimaschutzmaßnahmen rund um das eigene Firmengelände und stellt auch die zehn ausgewählten Konzepte des Wettbewerbs Firmenenergie vor. Diese Best-Practice-Beispiele aus so unterschiedlichen Branchen wie dem Hotelgewerbe, der Medientechnik oder der Lebensmittelproduktion zeigen, wie groß das Potenzial für Unternehmen ist. Für den Wettbewerb Firmenenergie hatten über 40 Unternehmen ihre Energiekonzepte eingereicht. Darunter sind einfache, leicht und schnell umsetzbare Erfolgskonzepte, aber auch weitreichendere Lösungen mit teils wegweisenden Innovationen.

Bei der Auswahl der in dem Leitfaden vorgestellten Sieger und Platzierten hat die Jury besonderen Wert auf modellhafte Lösungen gelegt, die sich auf andere Betriebe übertragen lassen. Die Beispiele sollen aber auch deutlich machen, wo sich die politischen Rahmenbedingungen weiterentwickeln müssen, damit aus Vorbildern Regelfälle werden – denn technisch sind die meisten Herausforderungen inzwischen gelöst.

Unternehmensgrün appelliert vor diesem Hintergrund an die Bundesregierung, derzeit noch bestehende bürokratische und fiskalische Bremsen zu lösen, damit mehr Firmenenergie-Lösungen umgesetzt werden können. Besonders das gewachsene Energierecht mit der hohen steuerlichen Belastung von selbst erzeugtem Strom bremst demnach die Energiewende insgesamt aus. Denn dezentrale Lösungen bei Unternehmen mit eigener Energieerzeugung und großen Energiespeichern könnte auch den Druck auf die Energieverteilung in Deutschland senken.

Ralf Speth Royal Society

Quelle: Jaguar Land Rover/Neale Haynes

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WiIng Ralf Speth wird Fellow der Royal Society

Seit 2010 ist Ralf Speth bereits CEO des britischen Automobilunternehmens Jaguar Land Rover. Jetzt wurde der Wirtschaftsingenieur in die Gemeinschaft der renommierten Royal Society berufen. Die 1660 gegründete Royal Society mit Sitz in London gilt als die älteste durchgehend existierende Wissenschaftsakademie der Welt. Speths Wahl zum Fellow erfolgte in Anerkennung seiner Förderung des Sektors Forschung & Entwicklung in Großbritannien sowie seines großen Engagements für die MINT-Fächer Mathematik, Informatik, Naturwissenschaft und Technik.

Ralf Speth ist Jahrgang 1955. Er absolvierte an der Hochschule für angewandte Wissenschaften Rosenheim den Studiengang zum Wirtschaftsingenieur und promovierte später an der Universität Warwick in Großbritannien. Nach seinem Studium arbeitete Speth zunächst als Unternehmensberater, danach folgten Stationen bei BMW, Ford und Linde. 2010 wechselte er dann an die Spitze von Jaguar Land Rover.

Zu seiner Berufung in die Royal Society sagte Speth: „„Die Mobilität wird sich in den nächsten zehn Jahren stärker verändern als über das ganze letzte Jahrhundert. Durch Zusammenarbeit und kontinuierliche Investitionen in Forschung & Entwicklung können wir den Übergang zu vernetzten und nahtlos integrierten privaten und öffentlichen Systemen führen. Jaguar Land Rover wird das mit klarem Fokus auf unsere Mission der Destination Zero tun – null Unfälle, null Emissionen, null Staus. Es ist unser Ziel, Gesellschaften sicherer und gesünder und unsere Umwelt sauberer zu gestalten. Um das zu erreichen, müssen wir unterschiedlichste Talente inspirieren und die nächste Generation von klugen Köpfen auf der ganzen Welt fördern. Es sind unsere Arbeitskräfte von morgen.“

Jaguar Land Rover entwickelte unter Speths Leitung den vollelektrischen Jaguar I-PACE und war damit Pionier unter den etablierten Premiumherstellern. Und im Februar feierte das Unternehmen die offizielle Eröffnung des National Automotive Innovation Centres (NAIC) auf dem Gelände der Universität Warwick. Das NAIC zählt dem Unternehmen zufolge zu den größten automobilen Forschungs- und Entwicklungseinrichtungen in Europa und gilt als Beispiel für die Zusammenarbeit von Akademikern und Herstellern, um die Mobilitätsherausforderungen künftiger Gesellschaften zu bewältigen. Die gemeinsam im NAIC tätigen Partner arbeiten demnach gemeinsam an Zukunftsprojekten und bilden die nächste Generation von Ingenieuren, Designern und Forschern aus.

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Schritte zu einem kleineren CO2-Fußabdruck

Welche Möglichkeiten Einzelne haben, ihren individuellen CO2-Fußabdruck zu senken, haben jetzt Forschende in einer internationalen Metastudie untersucht. Dafür hat das Team aus rund 7000 Fachartikeln 61 mögliche Einzeloptionen identifiziert und ihr Reduktionspotenzial analysiert. Denn rund zwei Drittel der globalen Treibhausgas-Emissionen sind entweder direkt oder indirekt auf die privaten Haushalte zurückzuführen.

Aus Sicht von Prof. Dr. Felix Creutzig sind Veränderungen im europäischen Konsumverhalten dringend geboten, um die Emissionen zu drosseln und damit den Klimawandel zu verlangsamen. Der Physiker ist Leiter des Fachgebiets Sustainability Economics of Human Settlements an der TU Berlin. Besonders hohes Potenzial zeigt laut Metastudie der Transport: Zu den Optionen mit dem höchsten Minderungspotenzial der CO2-Emissionen zählt das autofreie Leben und die Umstellung auf ein batterieelektrisches Fahrzeug. Doch auch die Reduzierung der persönlichen Flugzeit um einen Hin- und Rückflug im Langstreckenbereich zeigt schon ein durchschnittliches Reduktionspotential des jährlichen CO2-Pro-Kopf-Verbrauchs von mehr als 1,7 Tonnen.

Ein weiterer Konsumfaktor mit einem hohen Reduktionspotenzial ist die Ernährung. Wie Creutzig erläutert, bietet der Wechsel zu einer veganen Ernährung ein durchschnittliches Pro-Kopf-Reduktionspotenzial von 0,9 Tonnen CO2 pro Jahr – und die Umstellung auf vegetarische Ernährung oder die sogenannte Mittelmeerdiät ein Reduktionspotenzial von rund einer halben Tonne CO2 pro Kopf pro Jahr. Ähnliche Einsparpotenziale lassen sich erreichen, wenn das Koch-Equipment anpasst und dabei auf energieeffiziente Töpfe und Pfannen sowie einen modernen Herd gesetzt wird. Weitere Optionen: die Umstellung auf erneuerbare Energien im Haushalt sowie Renovierungsmaßnahmen an Haus und Wohnung, die zur Energieeinsparung beitragen.

„Insgesamt konnten wir feststellen, dass die von uns ermittelten Top 10 der Verbrauchsoptionen alle zusammengenommen ein durchschnittliches jährliches Minderungspotenzial von mehreren Tonnen CO2 pro Individuum ergeben würden“, so Creutzig. Damit sei deutlich belegt, dass auch jeder Einzelne in seinem Konsumverhalten erheblich dazu beitragen könne, das globale Ziel eines auf 1,5 bis 1 Grad Celsius begrenzten Temperaturanstiegs zu erreichen.

Rankings zum Wirtschaftsingenieurwesen, CHE-Ranking

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CHE-Ranking zum Wirtschaftsingenieurwesen

Kurz nach der Wirtschaftswoche hat jetzt auch das Centrum für Hochschulentwicklung (CHE) ein Ranking deutscher Universitäten und Fachhochschulen vorgelegt. In das aktuelle CHE-Ranking gingen die Urteile von insgesamt rund 120.000 Studierenden und 3000 Professoren ein. Auch das Wirtschaftsingenieurwesen ist in diesem Jahr wieder mit aktuellen Zahlen im Ranking vertreten. Das CHE wurde dabei von einem Fachbeirat beratend unterstützt: von Prof. Uwe Dittmann (Vorsitzender des Fakultäten- und Fachbereichstag Wirtschaftsingenieurwesen und Mitglied im VWI-Beirat), Dr.-Ing. Frauke Weichhardt (VWI-Präsidentin), Jan Rupprecht (Vorstandsvorsitzender der VWI-Hochschulgruppe Erlangen-Nürnberg) und Maximilian Russig (ehemaliges studentisches Vorstandmitglied).

Im Gegensatz zur Wirtschaftswoche ist das CHE-Ranking keine starre Rangliste. „Die Ergebnisse der Untersuchung werden bewusst nicht zu einer Gesamtpunktzahl zusammengerechnet“, heißt es beim CHE: „Der Grund: Es gibt einfach nicht ‚die beste Hochschule‘, nicht für ein Fach und erst recht nicht für alle Fächer. So kann eine Hochschule in der Forschung durchaus Spitze sein, ihre Ausstattung für Studierende jedoch erbärmlich – oder auch stark in der Germanistik, aber schwach bei den Wirtschaftswissenschaften. Statt einen vermeintlichen Gesamtsieger zu krönen, bieten wir ein multidimensionales Ranking. Mehrere Ranglisten, nach ganz unterschiedlichen Kriterien erstellt, zeichnen ein differenziertes Bild von den Stärken und Schwächen der einzelnen Hochschulen.“

In den Vergleich hat das CHE alle Bachelor-, Master- und Diplomstudiengänge an Universitäten und Fachhochschulen/HAW einbezogen, in die sich zum Wintersemester 2020/21 Studierende für das erste Fachsemester einschreiben können. Duale Studiengänge wurden ebenfalls erhoben.

Das vollständige CHE-Ranking 2020/21 steht unter www.zeit.de/che-ranking nach einer kostenlosen Registrierung zur Verfügung. Nutzer können dann mit interaktiven Suchmöglichkeiten das Ranking nach ihren individuellen Studienbedürfnissen nutzen, um die passende Hochschule zu finden. Beispielsweise können sie fachliche Schwerpunkte als Filter nutzen oder Kriterien wie Wissenschaftsbezug, Unterstützung am Studienanfang, internationale Ausrichtung, Kontakt zur Berufspraxis, die allgemeine Studiensituation oder die Meinung der Studierenden insgesamt. Außerdem gibt es auf der Webseite eine Beschreibung, um welche Inhalte und Tätigkeiten es beim Wirtschaftsingenieurwesen geht, wie das Studium abläuft und welche Voraussetzungen Studierende aus Sicht der Professoren dafür mitbringen sollten.

Wirtschaftswoche Hochschulranking

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Wirtschaftswoche: Ranking zum Wirtschaftsingenieurwesen

Die Wirtschaftswoche hat in ihrer Ausgabe Nr. 17 vom 17. April 2020 ihr aktuelles Hochschulranking veröffentlicht. Für die Untersuchung wurden insgesamt 590 Personalverantwortliche in deutschen Unternehmen von dem Beratungsunternehmen Universum dazu befragt, wie leicht sie Absolventen aus verschiedenen Fachbereichen rekrutieren können und von welchen Universitäten und Fachhochschulen die Absolventen kommen, die sie besonders gerne einstellen.

Für den Fachbereich Wirtschaftsingenieurwesen kam aus Sicht der Personalverantwortlichen bei den Universitäten die RWTH Aachen auf Platz eins, bei den Fachhochschulen belegte die Hochschule München den Spitzenplatz. Beide Hochschulen konnten damit ihre Platzierungen aus früheren Hochschulrankings der Wirtschaftswoche erfolgreich verteidigen.

Wirtschaftsingenieurwesen (Universitäten)
Angaben in Klammern in Prozent, Mehrfachnennung möglich
2020 Universität 2019 2018 2016 2015 2014
1 (41,6) Aachen (RWTH) 1 (44,9) 1 (48,9) 1 (49,3) 1 (24,5) 2 (49,3)
2 (38,5) Karlsruhe (KIT) 2 (43,7) 2 (45,9) 2 (47,2) 3 (19,4) 1 (50,7)
3 (32,9) Darmstadt (TU) 3 (36,0) 3 (37,8) 3 (34,7) 4 (17,6) 3 (33,3)
4 (29,2) Berlin (TU) 5 (22,9) 4 (25,7) 4 (29,8) 2 (22,9) 4 (30,7)
5 (23,5) Dresden (TU) 4 (25,2) 5 (24,1)
Wirtschaftsingenieurwesen (FH/HAW)
Angaben in Klammern in Prozent, Mehrfachnennung möglich
2020 Hochschule 2019 2018 2016 2015 2014
1 (15,2) München 1 (13,6) 1 (13,1) 2 (13,5) 1 (14,3) 3 (15,1)
2 (11,8) Berlin (HTW) 3 (10,3) 3 (11,0) 3 (12,2) 2 (10,8) 5 (12,3)
3 (9,8) Karlsruhe 2 (12,4) 2 (12,0) 1 (14,1) 8 (7,0) 2 (16,4)
4 (8,1) Mannheim 8 (7,2) 10 (5,8) 10 (?) 8 (7,0) 8 (9,6)
5 (7,9) Darmstadt 4 (8,2) 4 (10,0)

Quelle der beiden Tabellen: Wirtschaftswoche 17/2020

„Dass unsere Fakultät zu den renommiertesten Talentschmieden für WirtschaftsingenieurInnen zählt, ist ein Erfolg aller Mitglieder“, sagt dazu Prof. Dr. Hermann Englberger, Dekan der Hochschule München und Mitglied des VWI-Beirats: „Unsere Absolventen und Absolventinnen verbinden Technologiekompetenz mit Managementqualifikation und sind in Wirtschaft und Gesellschaft gefragt und geschätzt.“

Zu den weiteren wichtigen Rankings in Hochschulbereich gehört das CHE-Ranking von Zeit-Online und CHE. Dieses Ranking liefert keine starren Ranglisten, sondern ermöglicht es den Nutzern, mit interaktiven Suchmöglichkeiten das Ranking nach ihren individuellen Studienbedürfnissen auszuwerten. Die nächste Ausgabe des CHE-Rankings soll Anfang Mai 2020 erscheinen.

System

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Ein System für Strom, Wärme, Kälte und Frischluft

Gemeinsam mit sieben Industrieunternehmen entwickeln Forschende der Universität Paderborn zurzeit ein System, das Gebäude gleichzeitig mit Strom, Wärme, Kälte und Frischluft versorgt, dabei energieeffizient ist und ganz auf erneuerbare Energien setzt. Das Projekt ist auf vier Jahre angelegt und wird vom Bundesministerium für Wirtschaft und Energie mit rund drei Millionen Euro gefördert. An der Uni Paderborn ist es am Kompetenzzentrum für Nachhaltige Energietechnik (KET) angesiedelt und wird unter anderem von Gerrit Sonnenrein betreut – der Wirtschaftsingenieur ist Geschäftsführer des KET.

Zentraler Bestandteil des geplanten Versorgungssystems ist ein photovoltaisch-thermischer Kollektor, der auf Dächern und an Fassaden installiert werden kann. Mit Solarstrom, solarer Wärme und Umweltkälte kann der PVT-Kollektor sowohl Strom und Wärme als auch Kälte liefern. „Tagsüber wandelt das System Sonnenenergie in Strom und Wärme um und nachts nutzt es Umweltkälte – im Wesentlichen durch Strahlungsaustausch mit dem kalten Nachthimmel“, erläutert Gerrit Sonnenrein. Eine ebenfalls im System integrierte Wärmepumpe sorgt dafür, dass die im Gebäude erreichten Temperaturen bei Bedarf angehoben oder abgesenkt werden können. Wärme- und Kältespeicher überbrücken die Fehlzeiten zwischen Energieerzeugung und -bedarf. Eine Lüftungsanlage mit Wärmerückgewinnung komplettiert das System.

Da es sich ausschließlich aus regenerativen Energien speist, könnte diesem System aus Sicht der Forschenden künftig eine wichtige Rolle bei der Energieversorgung zukommen. Zudem soll das neue Versorgungssystem dank optimal aufeinander abgestimmter Komponenten besonders energieeffizient sein. Und: Unternehmen, öffentliche Einrichtungen und Privatpersonen könnten mit dem System künftig Geld sparen, denn es soll unter anderem in den Bereichen Heizen und Kühlen den Energieverbrauch senken. „Die intelligente Steuerung und der Einsatz innovativer Speicher in unserem System könnten außerdem die Versorgungsnetze entlasten: Je nach Energiebedarf eines Gebäudes sorgen sie dafür, dass beispielsweise überschüssiger Strom aus öffentlichen Netzen genutzt wird“, ergänzt Wirtschaftsingenieur Sonnenrein. Eine zentrale Steuereinheit soll Bedienung, Regelung, Monitoring, Visualisierung und Energiemanagement ermöglichen. Für eine vorhersagende Regelung des Systems sollen Wettervorhersagemodelle integriert werden.

Damit das System des KET möglichst bald praxistauglich wird, arbeiten die Forschenden mit Experten aus dem Baugewerbe, Architekten, Heizungs-, Klima-, Regelungs- und Solartechnikern sowie mit Fachleuten für thermische Energiespeicherung zusammen. Wenn das Versorgungssystem entwickelt ist, soll es in einer ersten Praxisphase an Testgebäuden erprobt werden.

Hochschule digital

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Digital lernen im Sommersemester

Trotz der Corona-Pandemie hat das Sommersemester begonnen – und die meisten Hochschulen fühlen sich darauf digital gut vorbereitet. Selbst für den Fall, dass im gesamten Sommersemester keine regulären Präsenzveranstaltungen und Prüfungen möglich sein sollten, können den Hochschulen zufolge drei Viertel der Lehrveranstaltungen und knapp zwei Drittel der Prüfungen digital durchgeführt werden. Das zeigt eine Sonderbefragung des Stifterverbandes im Rahmen des Hochschul-Barometers. Demnach sehen viele Hochschulen die aktuelle Situation als Chance, sich im Bereich des digitalen Lernens und Lehrens langfristig besser aufzustellen. Von der Politik verlangen sie dafür allerdings finanzielle Unterstützung: für den Ausbau ihrer IT-Infrastruktur und IT-Ausstattung, den personellen und technischen Ausbau des mediendidaktischen Supports, den Bereich E-Learning, den Aufbau digitaler Beratungs- und Betreuungsangebote für Studierende sowie für die Anschaffung von Software-Lizenzen. Neben finanzieller Unterstützung wünschen sich die Hochschulen laut Studie auch eine Klärung der rechtlichen Rahmenbedingungen für digitale Prüfungen.

Digital verfügbar: Tipps zur Bewältigung von Studium und Alltag

Für viele Studierenden ist die Corona-Pandemie ebenfalls eine herausfordernde Zeit. Vor diesem Hintergrund hat Dozentin Karolin Holy von der Ernst-Abbe-Hochschule Jena einen kurzen Leitfaden zur Bewältigung des Studiums und des Alltags in der aktuellen Krisenzeit veröffentlicht. „Auch wenn sich derzeit alle bemühen, so viel Normalität wie möglich zu schaffen, bringt das Home-Studium viele neue Herausforderungen“, so Holy: „ Durch geschlossene Bibliotheken fällt die gewohnte Lernatmosphäre weg, einige Studierende kümmern sich um Kinder und Angehörige, viele haben Sorgen, weil der Nebenjob weg ist, und anderes mehr.“

Laut Holy sind ihre Tipps eine Zusammenstellung gut erforschter und bewährter Verhaltensstrategien, die dazu anregen sollen, eigene Wege im Umgang mit der neuen Situation zu finden, sich dabei Zeit zu geben und nicht zuletzt Geduld mit sich selbst und seinen Mitmenschen zu haben. Es geht dabei um Tages- und Wochenstrukturen, positive Aktivitäten, sozialen Kontakt, Bewegung, Medienkonsum, das Anerkennen von Gefühlen und positives Denken. Ein eigener Abschnitt widmet sich dem Studieren mit Kind.

Corona-Krise

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Corona-Krise bedroht Start-ups in allen Phasen

Neben bereits etablierten Unternehmen leiden auch viele Start-ups in Deutschland unter der Corona-Krise. Wie Zahlen des Bundesverband Deutsche Startups e.V. zeigen, fürchten über 70 Prozent um ihre Existenz: Kleinere Start-ups sind demnach durch den Wegfall von Messen und Veranstaltungen vom ausbleibenden Kundenkontakt bedroht, große Start-ups mit vielen Beschäftigten machen sich vor allem um ihre Umsätze, ihre Liquidität und das Zustandekommen künftiger Finanzierungsrunden Sorgen.

Auch Ernst & Young sieht das europäische Start-up-Ökosystem vor einer existenziellen Herausforderung. Nach einem Finanzierungsrekord im vergangenen Jahr sei aufgrund der Corona-Krise für das Jahr 2020 ein massiver Einbruch bei Start-up-Finanzierungen zu erwarten, zudem bei vielen Unternehmen deutliche Umsatzausfälle. Basis ist das Start-up-Barometer der Prüfungs- und Beratungsgesellschaft.

Den EY-Zahlen zufolge war jedoch bereits im zweiten Halbjahr 2019 ein Rückgang der Finanzierungsaktivitäten in Europa zu beobachten: Das Investitionsvolumen sei im Vergleich zur ersten Jahreshälfte um 15 Prozent auf 14,2 Milliarden Euro gesunken, die Zahl der Finanzierungsrunden ebenfalls um 15 Prozent auf 1944. Im Jahr 2020 dürften laut EY sowohl die Zahl der Deals als auch die investierten Summen noch deutlich stärker zurückgehen – wie stark, hänge von der Stärke und Dauer der aktuellen Krise ab. Sicher sei jedoch, dass das europäische Start-up-Ökosystem vor der größten Bewährungsprobe seiner Geschichte stehe.

Auch für die Kapitalgeber ist die Situation herausfordernd: „Ein Exit ist jetzt sehr viel schwieriger als vor der Krise – die Bewertungen werden nach unten angepasst“, sagt Peter Lennartz, der bei EY die Start-up-Initiative D-A-CH leitet. „Für die Investoren geht es daher nun vorrangig darum, ihre Portfoliounternehmen durch die Krise zu bekommen. Und sie haben im Zweifelsfall zu entscheiden, welche Geschäftsmodelle tatsächlich noch eine Zukunft haben.“

Lennartz erwartet jedoch auch, dass einige Unternehmen und Segmente gestärkt aus dieser Krise hervorgehen werden. Digital Health im weitesten Sinne wird aus seiner Sicht boomen, als weitere mögliche Gewinner sieht er BioTech und Medtech sowie mittelfristig die Bereiche Logistik, Food, Online-Handel, Online-Learning, Online-Kommunikation und Saas-Modelle. Schwieriger wird es demnach hingegen für Start-ups insbesondere aus den Bereichen Travel, Mobility und Events.