Studie Künstliche Intelligenz

Quelle: Fraunhofer IAO

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Künstliche Intelligenz als Wettbewerbsfaktor

Wie kommt Künstliche Intelligenz in der Unternehmenspraxis an? Welche Potenziale versprechen sich Unternehmen davon, welche Auswirkungen erhoffen und fürchten sie, und wo werden KI-Technologien schon in der Praxis eingesetzt? Diese und weitere Fragen zu den Potenzialen und Auswirkungen von KI hat das Fraunhofer IAO auf Basis einer Befragung untersucht und in der Publikation „Künstliche Intelligenz in der Unternehmenspraxis“ zusammengestellt. Das Papier ist ab sofort kostenlos erhältlich und gibt eine Übersicht darüber, inwieweit KI in Unternehmen in Deutschland bereits eingesetzt wird, welche Auswirkungen von KI auf Organisation, Personal und Führung zu erwarten sind und welche Konzepte und Strategien Unternehmen verfolgen, die bereits KI-Anwendungen implementiert haben.

„Wir waren erstaunt, wie viele Unternehmen bereits KI-Anwendungen sehr erfolgreich im Einsatz haben“, sagt Wirtschaftsingenieur Thomas Meiren, der zum Autorenteam gehört: „Die Resonanz der Unternehmen hat gezeigt, dass es sich lohnt, sich einfach zu trauen, Dinge auszuprobieren. Alle der befragten Unternehmen, die KI-Technologien einsetzen, profitieren davon. Oft genügen anfangs auch kleine Lösungen, die große Wirkung entfalten.“

Künstliche Intelligenz gilt als sogenannter Game Changer für die Arbeits- und Lebenswelt. In der Politik werden laut Fraunhofer IAO gerne Wettbewerbsvergleiche zwischen den führenden Industrienationen angestellt, in der Forschung neue Initiativen und Projekte gefeiert und in Talkshows bunte Zukunftsszenarien autonom agierender Anwendungen skizziert. Dabei werde jedoch oft vergessen, dass KI kein neues Phänomen sei, sondern bereits Einzug in die Praxis vieler Unternehmen gehalten habe.

Kernbestandteil der Studie bildet eine schriftliche Befragung, an der sich insgesamt 309 Unternehmen beteiligt haben. Ein besonderes Augenmerk gilt dabei den 49 Betrieben, die bereits KI-Anwendungen im Einsatz und in einem gesonderten Fragebogenteil über ihre Praxiserfahrungen berichtet haben. Ergänzt wird die Breitenerhebung durch Interviews mit ausgewählten Expertinnen und Experten aus Wirtschaft und Gesellschaft sowie drei Fallbeispielen aus Unternehmen unterschiedlicher Branchen und Größenordnungen.

Wie die Studie zeigt, beschäftigen sich derzeit 75 Prozent der befragten Betriebe mit Fragestellungen zu KI, 16 Prozent haben bereits eine praktische KI-Anwendung im Einsatz. Unternehmen erwarten von KI in erster Linie einen Beitrag zu Produktivitätssteigerung. Hindernisse werden in den Bereichen Datenschutz und Datensicherheit, dem Fehlen maßgeschneiderter Lösungen und den hohen Kosten zur Einführung gesehen. Sämtliche befragten Unternehmen, die bereits über praktische Erfahrungen mit Künstlicher Intelligenz verfügen, bescheinigen ihren jeweiligen Anwendungen einen hohen Nutzen.

Für die Unternehmen kommt es laut Fraunhofer IAO nun darauf an, die Potenziale für den Einsatz von KI systematisch zu ermitteln, tragfähige Lösungen zu entwickeln und die Anwendungen unter enger Einbeziehung der Mitarbeitenden umzusetzen. Ein Leitfaden am Ende der Studie soll dafür eine Reihe an Vorschlägen und Empfehlungen liefern.

Rolle der Verpackung

Quelle: Pixabay

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Die Rolle der Verpackung in Logistikprozessen

Über „Die Rolle der Verpackung in Logistikprozessen“ spricht Stefan Schmidt (VWI-Kompetenznetzwerk Produktion und Logistik) beim 29. Deutschen Materialfluss-Kongress 2020 in München. Schwerpunkt seines Vortrags werden Auswirkungen auf eine nachhaltige Logistik mit Fokus Lebensmittelbereich sein.

Zur Einführung wird es um die grundsätzlichen Anforderungen an die Verpackung von Lebensmitteln gehen, zudem um die besonderen Herausforderungen beim Transport von Avocados, die zu den Lebensmitteln mit hohem Verpackungs-, Logistik- und CO2-Aufwand gehören. „Die Lebensmittelsicherheit vom Erzeuger bis zum Verbraucher ist von entscheidender Bedeutung und hängt zum Beispiel von Verpackungs- und Logistikprozessen ab“, erläutert Schmidt. Zum einen erfüllen Verpackungen Hauptfunktionen wie Schutz, Konservierung, Rückverfolgbarkeit, Wirtschaftlichkeit, Komfort/Zweckmäßigkeit und Präsentation/Darbietung, zum anderen sekundäre Funktionen wie Handhabung, Eindämmung (Sicherheitsbehälter), Identifizierung, Etikettierung und Eignung sind. Die wesentliche Rolle der Verpackung in der Logistik besteht darin, den Produkten während Lagerung und Transport den notwendigen Schutz zu bieten und Kosten zu reduzieren. Insbesondere bei Lebensmitteln wirkt sie sich positiv auf die Produktdistribution und -sicherheit aus, verlängert die Haltbarkeit, erleichtert den Transport und senkt Kosten, da durch geeignete Verpackungen der vorhandene Raum optimal genutzt werden kann.

Unter dem Stichwort Grüne Logistik wird Stefan Schmidt dann die Problematik erläutern, dass der gute Wille zur Übernahme zusätzlicher Kosten deutlich stärker ausgeprägt ist als die tatsächliche Bereitschaft. Und mit Blick auf zukünftige Anforderungen an Unternehmen und Konsumenten wird er abschließend Themen wie Haltbarkeit, Lebensmittelverschwendung, Plastikverpackungen sowie die fünf R – refuse, reduce, reuse, recycle und rot – von Zero Waste aufgreifen.

„Der Verpackungsmüll ist sehr in den Fokus der öffentlichen Diskussion geraten“, sagt Stefan Schmidt. Entscheidend ist aus seiner Sicht nicht die Verpackung selbst, sondern die Behandlung der Verpackung in einer nachhaltigen Logistikkette: reduzieren, wiederverwenden, recyceln. Unternehmen sollten ihre Aufmerksamkeit auf die Reduzierung aller Arten des Verbrauchs von Ressourcen richten – nicht nur aus Gründen wie Nachhaltigkeit, Klimaschutz oder gesellschaftlichem Anspruch, sondern auch da Verpackungen durchschnittlich bis zu zwei Prozent und bei Lebensmitteln bis etwa sechs Prozent der Produktkosten ausmachen.

„Entscheidend ist eine umweltgerechte Denkhaltung“, betont Schmidt: „Der Umgang mit der Verpackung ist ein Einstieg in diese Denkweise, die für den ressourcenschonenden Verbrauch der weiteren 94 bis 98 Prozent der Güter unbedingt erforderlich ist.“ Die nachhaltige Beschaffung leiste dazu einen Beitrag. Alle Beteiligten – sowohl Unternehmen als auch Konsumenten – müssen daher aus ihrem Umweltbewusstsein heraus konkrete Umweltaktivitäten entwickeln.

CO2-ReduktionQuelle: Kearney

Viele Menschen irren bei der Frage, was einen spürbaren Beitrag zum Klimaschutz leistet.

Finanzforum 2020

Quelle: Pixabay

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Finanzforum 2020 – Termin verschoben

Die Hochschulgruppe Dortmund richtet das VWI Finanzforum 2020 aus. Als eine der größten themenbezogene Veranstaltungen versteht sich das Finanzforum als VWI-interne Austauschplattform für Finanzvorstände der Hochschulgruppen sowie des Bundesverbandes. Geplant sind fünf Tage voller interessanter Workshops und Vorträge rund um das Thema Finanzen.

Aufgrund der Corona-Epidemie wurde der für April geplante Termin abgesagt. Sobald der Ausweichtermin sicher feststeht, werden wir an dieser Stelle darüber informieren und auch einen neuen Anmeldelink einstellen.

In den Workshops können die Teilnehmenden alles zur Weiterentwicklung der Finanzen ihrer Hochschulgruppe lernen und sich mit anderen Finanzvorständen über die Finanzarbeit austauschen. Zu den Workshopthemen beim Finanzforum 2020 gehören beispielsweise korrekte Buchführung, Finanzordnung und Event-Abrechnungen. Zusätzlich werden die Kooperationspartner das Programm mit Firmenvorträgen und weiteren Workshops ergänzen. Das bietet die Möglichkeit, sich mit den Unternehmen auszutauschen und wichtige Kontakte zu gewinnen.

Neben der inhaltlichen Seite des Events ist natürlich auch für ein abwechslungsreiches Abendprogramm gesorgt. Hier stehen ein Karriereabend, eine National Night, Kegeln und noch vieles mehr auf dem Plan.

Der Teilnehmerbeitrag beträgt 60 Euro und beinhaltet das Programm, die Verpflegung und die Übernachtung in der Unterkunft der HG Dortmund.

ASIIN, ASIIN-Fachausschuss

Quelle: ASIIN e. V.

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ASIIN-Fachausschuss sucht Mitglieder

Der VWI ist seit 2018 offizielles Mitglied der Akkreditierungsagentur für Studiengänge der Ingenieurwissenschaften, der Informatik, der Naturwissenschaften und der Mathematik e. V. (ASIIN). Für den ASIIN-Fachausschuss Wirtschaftsingenieurwesen werden ab Juni 2020 drei Universitätsvertreter und zwei Wirtschaftsvertreter gesucht. Aufgaben des Fachausschusses Wirtschaftsingenieurwesen sind die fachliche Prüfung aller Akkreditierungsverfahren aus seinem achgebiet sowie die Weiterentwicklung von Fachstandards für die Akkreditierung und Zertifizierung von Studiengängen. Für die Aufnahme in einen der 14 Fachausschüsse setzt die ASIIN auf Personenvorschläge ihrer Mitgliedsorganisationen – beispielsweise von Fakultäten- und Fachbereichstagen, Fachgesellschaften, berufsständischen Organisationen, Wirtschaftsverbänden und Spitzenverbänden der Sozialpartner. Einzelbewerbungen werden in der Regel nicht berücksichtigt.

Zu der Tätigkeit im ASIIN-Fachausschuss gehört die Diskussion von Akkreditierungsberichten, die Weiterentwicklung von Fachstandards und die Berufung neuer Gutachter. Die Amtszeit umfasst drei Jahre mit der Möglichkeit einer einmaligen Wiederwahl. Die Fachausschüsse tagen bis zu viermal pro Jahr. Die Sitzungszeiten und -orte werden unter den Mitgliedern des Fachausschusses abgestimmt, so dass eine An- und Abreise am Tag der Sitzung möglich ist; die ASIIN übernimmt die Reise- und Aufenthaltskosten. Je nach Umfang der Tagesordnung werden die Sitzungen teilweise auch als Telefon- beziehungsweise Webkonferenz oder im Umlaufverfahren durchgeführt. Zusätzlich ist zur Vorbereitung der jeweiligen Sitzung das Studium der zu behandelnden Unterlagen – hauptsächlich von Akkreditierungsberichten – etwa ein bis zwei Wochen vor der Sitzung erforderlich.

Bei Interesse oder weiteren Fragen können sich VWI-Mitglieder gerne an Christin Habermann wenden. Sie ist die zuständige Projektmanagerin der ASIIN.

25. Karrieretag Familienunternehmen

Quelle: Goldbeck

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25. Karrieretag Familienunternehmen bei Goldbeck in Bielefeld

Bewerbungsstart für den 25. Karrieretag Familienunternehmen: Ab sofort können sich Hochschulabsolventen aller Fachrichtungen sowie Young Professionals und Führungskräfte für die Zulassung zur 25. Auflage der Recruiting- und Kontaktmesse bewerben. Gastgeber ist am 29. Mai 2020 Goldbeck in Bielefeld, das zu den führenden Bauunternehmen in Deutschland gehört. Teilnehmende erhalten die Möglichkeit, neben Goldbeck auch auf rund 50 weitere große Familienunternehmen zu treffen. In Unternehmenspräsentation und Einzelinterviews sollen Bewerber wieder einen persönlichen Zugang zu den Personalverantwortlichen, Geschäftsführern und auch Inhabern bekommen.
Bewerbungsschluss ist der 20. April.

Der Karrieretag Familienunternehmen wurde von führenden Familienunternehmen, dem Entrepreneurs Club und der Stiftung Familienunternehmen ins Leben gerufen und hat sich als Veranstaltung für High Potentials fest etabliert. Allein Goldbeck sucht vor dem Hintergrund seines Markterfolges derzeit 350 neue Beschäftigte, insbesondere Bau- und Projektleiter, Verkaufsingenieure, Planungsingenieure im konstruktiven Ingenieurbau und Planer für Elektro- und Versorgungstechnik. Zumindest einige dieser Stellen hofft das Unternehmen rund um den 25. Karrieretag Familienunternehmen besetzen zu können.

„Werte, Ziele, Kompetenz – dieser Dreiklang verbindet Unternehmen: mit ihren Kunden, mit ihren Partnern, vor allem aber mit ihren Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern. Bei vielen Familienunternehmen ist er besonders ausgeprägt“, so Jörg-Uwe Goldbeck, Geschäftsführender Gesellschafter der Goldbeck GmbH: „Als Mitbegründer des Karrieretags Familienunternehmen und diesjähriger Gastgeber – übrigens schon zum fünften Mal in unserer über 50-jährigen Unternehmensgeschichte! – ist es uns besonders wichtig, ihn weiterzutragen. Denn Familienunternehmen haben nicht nur eine enorme volkswirtschaftliche Bedeutung, sondern sind auch überaus attraktive Arbeitgeber.“

VWI-Mitglieder: Wildcards für den 25. Karrieretag Familienunternehmen

Zu der Karrieremesse, die unter der Schirmherrschaft des Bundesministeriums für Wirtschaft und Energie stattfindet, werden nur akkreditierte Interessenten zugelassen. Der VWI kooperiert mit dem 25. Karrieretag. VWI-Mitglieder haben daher die Möglichkeit, von einer begrenzten Zahl von Wildcards im Bewerbungsverfahren zu profitieren: Absolventen (Abschluss 2020) sowie Professionals (mit bis zu zehn Jahren Berufserfahrung) geben dafür bitte im Bewerbungsformular das Stichwort „VWI Wildcard“ an.

Der 26. Karrieretag Familienunternehmen wird am 27. November 2020 bei der Hilti Deutschland AG in Kaufering stattfinden. Für dieses Event ist der Bewerbungsschluss der 19. Oktober 2020.

Sie sind noch nicht Mitglied im VWI? Hier finden Sie die Antragsunterlagen und Informationen zur Mitgliedschaft.

Blockchain

Quelle: Pixabay

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Blockchain in der Logistik: Projekt gestartet

Ein Pilotprojekt rund um den Palettentausch mit Blockchain machte den Anfang, jetzt geht das Folgeprojekt einen Schritt weiter: Innerhalb von zwei Jahren wollen 14 Firmen erstmals gemeinsam eine blockchainbasierte, marktreife Lösung entwickeln, mit der sich der Tausch von unterschiedlichen Ladungsträgern digital, transparent und effizient verwalten lässt. Über ihre Fortschritte wollen die Beteiligten laufend berichten. Im Kern der Initiative steht der Tauschvorgang von Ladungsträgern unterschiedlicher Art.

Die Prozesse rund um den Ladungsträgertausch gelten als komplex, intransparent und ineffizient. Mittels Blockchain soll mehr Transparenz und Effizienz im Markt erzeugt werden. Dabei soll es nicht um die Entwicklung einer weiteren Plattform gehen, sondern darum, Blockchain in Verbindung mit Standards für mehr Kompatibilität und Synergieeffekte zu nutzen. Gelingt dieses Vorhaben, wäre das den Projektbeteiligten zufolge ein Riesenschritt – insbesondere für den Logistiksektor. Perspektivisch könnte eine solche Lösung aber für alle Branchen einen Mehrwert bieten, in denen Ladungsträger zum Einsatz kommen.

Das Projekt ist auf zwei Jahre angelegt. Im ersten Projektjahr wollen sich die Unternehmen auf eine konsequent den Marktbedürfnissen angepasste Konzeption der späteren Lösung konzentrieren. Eine Arbeitsgruppe befasst sich mit der Definition des konkreten Anwendungsfalls. Eine weitere Arbeitsgruppe entwickelt zeitgleich, agil und im Schulterschluss mit der ersten Gruppe technologische Konzepte für die Umsetzung sowie einfache Prototypen zu deren Validierung. Und eine dritte Arbeitsgruppe formuliert parallel die Governance-Regeln für das spätere Blockchain-Konsortium – sowohl on-chain, also in der technischen Infrastruktur (Code), als auch off-chain, also jenseits der Technologie im Konsortium (Menschen). Im zweiten Projektjahr soll auf Grundlage der konzeptionellen Vorarbeit die Lösung implementiert werden.

Handelsseitig beteiligen sich an der Initiative Edeka und Lidl, auf Herstellerseite Gärtnerei Ulenburg, Henkel und Vitakraft, aus der Logistik-Branche die Nagel-Group, Paki Logistics und Thermotraffic sowie technologieseitig Conet, das European EPC Competence Center (EECC), Lufthansa Industry Solutions und SAP. Eine beratende Funktion übernimmt die Anwaltskanzlei DWF, die Projektsteuerung liegt bei GS1 Germany als neutraler Plattform.

Innovators' Pitch

Quelle: Pixabay

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Innovators‘ Pitch für junge Start-ups gestartet

Noch bis zum 1. März können sich Early Stage Start-ups beim diesjährigen Innovators‘ Pitch bewerben. Der europaweite Wettbewerb geht 2020 in die 14. Runde und wird auch in diesem Jahr im Rahmen des Business-Festivals hub.berlin stattfinden. Gesucht werden die innovativsten Ideen in den Kategorien GreenTech und Enterprise Analytics. Unter innovatorspitch.com können sich Start-ups mit Ideen, Prototypen und Produkten bewerben. Ihnen winkt die Möglichkeit, am 1. April in Berlin vor dem Publikum der hub.berlin und einer Expertenjury ihre Ideen zu pitchen. Zu gewinnen gibt es je Kategorie 5000 Euro Preisgeld, eine kostenfreie Get-Started-Mitgliedschaft und weitere Sachpreise – sowie die Chance, die eigene Idee vor ausgewählten Investoren vorzustellen.

„Die Finalisten aus den vergangenen Jahren haben durch ihren Pitch nicht nur Aufmerksamkeit erhalten, sondern in der Folge sind auch konkrete Kooperationen oder Finanzierungen gelungen“, sagt Jenny Boldt. Die Wirtschaftsingenieurin ist Leiterin Start-ups beim Digitalverband Bitkom. Die beiden in diesem Jahr ausgeschriebenen Kategorien stellen aus ihrer Sicht klare Top-Themen dar. „Nur mit digitalen Technologien können wir die notwendigen Ziele beim Klimaschutz erreichen“, sagt sie zur Kategorie GreenTech. Start-ups mit ihren innovativen Ideen könnten dabei einen bedeutenden gesellschaftlichen Beitrag leisten. Das gelte auch für das zweite Top-Thema des Innovators‘ Pitch: Enterprise Analytics. „Wir brauchen Lösungen, um unsere Datenschätze insbesondere im B2B-Umfeld wirklich nutzen zu können, ohne den Datenschutz aufzuweichen“, so Boldt.

Der Innovators‘ Pitch wird von Get Started veranstaltet. Diese Start-up-Initiative des Digitalverbands Bitkom wird von den Partnern Vodafone Institut und SAP.io unterstützt. Das Bewerbungsformular sowie alle Details zum Wettbewerb gibt es unter innovatorspitch.com. Der Pitch der Finalisten und die Preisverleihung finden am ersten Tag der hub.berlin statt, wo am 1. und 2. April mehr als 10.000 internationale Teilnehmer, 350 Speaker und über 1000 Start-ups erwartet werden.

MX Award

Quelle: Manufacturing Excellence Netzwerk

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MX Award 2020: Jetzt bewerben!

„Stärken erkennen – Maßstäbe setzen“: Diesem Leitgedanken folgt der Manufacturing Excellence Award, der 2004 nach dem Vorbild des erfolgreichen britischen MX Award in Deutschland ins Leben gerufen wurde. Inzwischen ist der MX Award in Deutschland das etablierte Pendant und ein angesehener Benchmarking-Wettbewerb für Best Practices in der produzierenden Industrie.

Die Bewerbungsphase für den MX Award 2020 läuft noch bis zum 24. März. Vor der Verleihung im November steht ein mehrstufiger Prozess. Die erste Stufe, das Self Assessment Audit (SAA), besteht aus einem Online-Fragebogen, der die Möglichkeit zu einer umfassenden Selbstanalyse bietet. Die darin gemachten Angaben werden von unabhängigen Experten anonym bewertet. Die vielversprechendsten Bewerber werden auf die Shortlist gesetzt und in einem eintägigen Business Review (BR) von unabhängigen Assessoren vor Ort analysiert. Aufbauend auf den Ergebnissen von SAA und BR ermittelt die MX Jury dann das beste Unternehmen in jeder Kategorie sowie den Gesamtsieger und das beste KMU.

Unternehmen gibt der MX Award die Chance, eine ausführliche interne Analyse durchzuführen und eine externe Begutachtung einzuholen. Sie erhalten ein detailliertes, individuelles Feedback und können im Austausch mit hochkarätigen Unternehmen auf hohem Niveau dazulernen. Allen Teilnehmern wird nach Abschluss des Wettbewerbs eine kostenlose Auswertung der Benchmarking-Ergebnisse in Form des MX Reports zugänglich gemacht.

Hinter dem Award steht das Manufacturing Excellence Netzwerk. Dessen vorrangiges Ziel ist, die branchenübergreifende Zusammenarbeit zu fördern und eine Austauschplattform für Experten aus Wissenschaft und Praxis zu schaffen. Dabei sollen innovative und kreative Lösungen nicht nur die internationale Wettbewerbsfähigkeit nachhaltig stärken, sondern im ganzheitlichen Zusammenspiel den Produktionsstandort Deutschland und Europa.

Holz als CO2-Senke

Quelle: Pixabay

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Gebäude aus Holz als CO2-Senken nutzen

München will künftig stärker auf den Baustoff Holz setzen, und auch Berlin will mehr mit Holz als mit Zement und Stahl bauen. Eine solche Materialrevolution kann doppelten Nutzen für die Klimastabilisierung haben, zeigt die Studie eines Wissenschaftlerteams, die jetzt unter dem Titel „Buildings as a global carbon sink“ in der Zeitschrift Nature Sustainability vorgestellt wurde. Demnach vermeidet der Baustoff Holz zum einen die Treibhausgasemissionen aus der Zement- und Stahlproduktion, zum anderen lassen sich damit Gebäude in Kohlenstoffsenken verwandeln, da im Bauholz das von den Bäumen zuvor aus der Luft aufgenommene und in ihren Stämmen eingelagerte CO2 gespeichert wird. Um dieses Potenzial zu nutzen, muss dem Autorenteam zufolge der Einsatz von technisch verarbeitetem Holz – engineered wood – im weltweiten Bausektor stark gesteigert werden. Zudem müssten die geernteten Wälder nachhaltig bewirtschaftet und das Holz aus dem Abriss von Gebäuden weiterverwendet werden.

Vier Szenarien hat das Team für die kommenden dreißig Jahre berechnet. Geht man von einem „business as usual“ aus, werden bis 2050 nur 0,5 Prozent der Neubauten mit Holz gebaut. Dieser Anteil könnte auf zehn oder 50 Prozent steigen, wenn die Massen-Holzproduktion entsprechend zunimmt. Wenn auch Länder mit einer derzeit geringen Industrialisierung den Übergang schaffen, sind sogar 90 Prozent Holz im Bau denkbar, erklären die Wissenschaftler. Dies könnte dazu führen, dass zwischen zehn Millionen Tonnen Kohlenstoff pro Jahr im niedrigsten Szenario und fast 700 Millionen Tonnen im höchsten Szenario gespeichert werden. Darüber hinaus reduziert der Bau von Holzgebäuden die kumulierten Emissionen von Treibhausgasen aus der Stahl- und Zementherstellung auf Dauer um mindestens die Hälfte. Dies mag im Vergleich zu der derzeitigen Menge von etwa 11.000 Millionen Tonnen globaler Kohlenstoff-Emissionen weltweit pro Jahr nicht so sehr viel erscheinen – wegen der besseren Vergleichbarkeit sind diese Angaben hier in Kohlenstoff, nicht in CO2. Doch das Umstellen auf Holz würde einen Unterschied für das Erreichen Klimastabilisierungsziele des Pariser Abkommens machen.

Das Autorenteam weist darauf hin, dass alle Länder der Welt CO2-Senken benötigen, um bis Mitte des Jahrhunderts den Ausstoß von Treibhausgasen auf netto Null zu senken. Nur mit solchen Senken sei es möglich, die verbleibenden schwer zu vermeidbaren Emissionen auszugleichen, etwa die aus der Landwirtschaft. Gebäude könnten eine solche Senke sein – wenn sie aus Holz gebaut werden. Ein fünfstöckiges Wohngebäude aus Brettschichtholz könne bis zu 180 Kilogramm Kohlenstoff pro Quadratmeter speichern, das sei dreimal mehr als in der oberirdischen Biomasse natürlicher Wälder mit hoher Kohlenstoffdichte.

DFMA bei BMW Berlin

Quelle: BMW AG

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Von DFMA bis KovA: Werksbesuch bei BMW

Die Themen „Design for Manufacture & Assembly“ (DFMA) und „Verschwendung vorbeugen – nicht rückwirkend beseitigen“ standen im Mittelpunkt des Lean-in-Europe-Besuchs des EU-Japan Centre for Industrial Cooperation im BMW-Motorradwerk Berlin. Während der Gemba-Tour sahen die Teilnehmer den gesamten Produktionsprozess von der Montage von Motoren und kompletten Motorrädern über Endprüfung und Qualitätskontrolle bis hin zur Verpackung für den Versand.

Das Werk in Berlin produziert – ausschließlich auf Bestellung – 26 der 30 Motorradmodelle von BMW, jeweils mit zahlreichen möglichen Sonderausstattungen. Seit der Einführung vor fünf Jahren hat sich DFMA bei BMW etabliert. Das System wird von der Entwicklung bis zur Produktion eingesetzt, um die Produktionskosten und die Entwicklungsaufwendungen zu senken: Wenn ein Bauteil eliminiert werden kann, also die Notwendigkeit für das Teil entfallen kann ohne die Funktion zu verlieren, lässt sich eine enorme Ersparnis erzielen, da man das Teil nicht erwerben, lagern, montieren, warten oder ersetzen muss und es auch nicht ausfallen kann.

Im Rahmen der Strategie „Gesamtfahrzeug-Analyse“ von BMW nehmen multidisziplinäre Teams von Spezialisten an moderierten Workshops teil und analysieren jedes einzelne Teil mithilfe von Tools wie CAD, Zeichnungen, Skizzen oder Hardware. DFMA stellt die ‚Produzierbarkeit‘ und die ‚Montagefähigkeit‘ beim Produktdesign sicher und hilft, die Teamarbeit zu stärken. Während DFM Fertigungsalternativen bewertet, optimiert DFA Konzepte und Teile-Integration. BMW wendet DFMA in zwei Varianten an: als ‚pick-up‘-Aktion zu Beginn der Konzeptionsphase und als ‚check-up‘-Aktion zu einem späteren Zeitpunkt in der Konzeptionsphase.

Mit dem wertschöpfenden Produktionssystem werden Effizienzen erzielt und Verschwendung beseitigt. Außerdem trägt es zur Schonung der Umwelt bei, ökonomisch zu handeln und den Ressourcenverbrauch – vor allem Material und Energie – zu reduzieren. Diese Bemühungen werden nicht nur von Vorstand und Aufsichtsrat vorangetrieben, sondern auch vom Betriebsrat: der Arbeitnehmervertretung zufolge zum Wohle der Belegschaft und des Unternehmens in Einklang mit den sozialen Zielen der Gesellschaft.

Jetzt rüstet sich BMW für die Zukunft mit Digitalisierung, Elektrifizierung und der präventiven Vermeidung von Verschwendung, beispielsweise mit der Methode KovA (Kontinuierliche virtuelle Absicherung). Dabei handelt es sich um ein softwaregestütztes Tool, das ursprünglich als Werkzeug für die BMW-Automobilproduktion entwickelt wurde. In wiederkehrenden Untersuchungen am virtuellen Fahrzeug entstehen eindeutige Bewertungen, die die Entwicklungsschritte festhalten und Missstände bezüglich Montagefähigkeit und Produktqualität aufdecken.

Von Stefan Schmidt (Prozess- und Qualitätsmanagement), VWI-Kompetenznetzwerk Produktion und Logistik