Graduation Awards 2017

Quelle: VWI

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VWI verleiht erstmals Graduation Awards

Eine Premiere erlebten die Besucher des Deutschen Wirtschaftsingenieurtags (DeWIT) 2017 in Hamburg: Zum ersten Mal in der Verbandsgeschichte verlieh der VWI Graduation Awards für herausragende Bachelor- und Masterarbeiten. „Der VWI will mit diesen Awards Bachelor- und Master-Arbeiten auszeichnen, die den wissenschaftlichen Ansprüchen genügen, den Innovationsgedanken nach vorne bringen und vor allem die Interdisziplinarität betonen“, sagte VWI-Schatzmeister Heiner Diefenbach bei der Verleihung. Zwölf Arbeiten habe die fünfköpfige Jury bei dieser ersten Wettbewerbsrunde gesichtet – „eine besser als die andere“, so Diefenbach.

Bachelor Graduation Award für Mischa Nauland und Manuel Hollenweger

Der Graduation Award des VWI für die beste Bachelor-Arbeit ging an Mischa Nauland und Manuel Hollenweger von der Hochschule Reutlingen. Die beiden Wirtschaftsingenieure haben darin eine „Techno-ökonomische Bewertung von Power-to-gas Energiespeichersystemen auf Quartiersebene durch Systemssimulation“ vorgenommen. Hintergrund ist das Spannungsfeld, das die Energieversorgung insbesondere für wachsende Städte darstellt. Dieses Spannungsfeld soll in vernetzen Städten, sogenannten Smart Citys, durch lokale und nachhaltige Energieversorgung abgebaut werden. Die Wirtschaftsingenieure haben daher in ihrer Bachelor-Arbeit zunächst heute bekannte Technologien zur Energiespeicherung betrachtet und verglichen. Kern der Forschungsarbeit ist die techno-ökonomische Analyse des Speicherkonzepts Power-to-Gas, bestehend aus der Modellierung eines Energieversorgungsszenarios mit anschließender ökonomischer Bewertung. Die Systemsimulation des Energieversorgungsszenarios auf Quartiersebene mit anschließender Sensitivitätsanalyse und Erfahrungskurvenbetrachtung zeigt auf, dass die Power-to-Gas-Energiespeicherung heute nicht wirtschaftlich darstellbar ist, jedoch durch Kostendegression bei Serienproduktion als modulare Kleinanlage Zukunft hat.

Master Graduation Award für Sophie Apelmeier

Den Graduation Award des VWI für die beste Master-Arbeit erhielt Sophie Apelmeier von der TU Dresden. Ihr Thema waren „Subcontracting Options and Energy Awareness in Hybrid Flow Shop Scheduling“ (Möglichkeit des Subcontractings und Energieberücksichtigung bei der Ablaufplanung hybrider Flow Shop Umgebungen). Dabei hat die Wirtschaftsingenieurin die hybride Fließfertigung, bei der auf jeder Fertigungsstufe mehrere parallele Maschinen zur Verfügung stehen, unter der Prämisse untersucht, dass einzelne Jobs zur Bearbeitung auf einer oder mehreren Stufen unabhängig voneinander an einen externen Dienstleister (oder gegebenenfalls eine andere Abteilung/Fertigungsstraße) abgegeben werden können. Hypothese: Unter Berücksichtigung von Echtzeit-Energiekosten und unterschiedlichen Maschinenverbräuchen ist das Subcontracting von Jobs zu einem Pauschalpreis genau dann sinnvoll, wenn die Energiekosten einen der zwei täglichen Peaks in einem typischen Verlauf erreichen. Die Ergebnisse der Master-Arbeit lassen den Schluss zu, dass die Einbeziehung tagesaktueller Energiepreisverläufe und die Zusammenarbeit mit Dienstleistern für ein partielles Fertigungs-Outsourcing zur Kostenreduktion geeignet sind. Zusätzlich ergibt sich der Effekt, dass Produktionskapazitäten flexibler an schwankende Bedarfe angepasst werden können. Die Einbeziehung von Energiekosten und -verbräuchen in die Produktionsplanung sowie die Idee der Vernetzung und Zusammenarbeit mehrerer Fertigungsunternehmen, um eben diese Energiekosten signifikant zu senken, haben sich im Laufe der Untersuchungen als vielversprechender Ansatz herausgestellt.

Jährliche Ausschreibung geplant

Anlass für die erstmalige Auslobung des Preises war der Start des Studiengangs Wirtschaftsingenieurwesen an der Technischen Universität Berlin vor 90 Jahren. Echte Inter- und Multidisziplinarität sind seit 1927 Markenzeichen dieses Studienganges, was ihn zum Erfolgsmodell in der deutschen Wissenschaftslandschaft gemacht hat. Heute wird der Studiengang an über 150 Hochschulen angeboten und als Exportschlager weltweit imitiert. Der VWI will die Graduation Awards für Bachelor- und Masterarbeiten von nun an regelmäßig einmal im Jahr vergeben. 2017 waren die Auszeichnungen mit 500 Euro (Bachelor) und 1000 Euro (Master) dotiert.

Wirtschaftsingenieur Klaus Endress

Quelle: wvib

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Doppelte Ehre für Wirtschaftsingenieur

Mit der Ehrensenator-Würde hat die Universität Freiburg jetzt den Wirtschaftsingenieur Klaus Endress ausgezeichnet. „Klaus Endress ist eine Unternehmerpersönlichkeit, die sich über Jahrzehnte und in wechselnden Positionen intensiv und konsequent für die Zusammenarbeit von Universität und Wirtschaft eingesetzt hat“, sagte Rektor Prof. Dr. Hans-Jochen Schiewer. Endress selbst hat an der TU Berlin studiert und das Studium 1977 als Diplom-Wirtschaftsingenieur abgeschlossen.

Am gleichen Tag erhielt der Wirtschaftsingenieur zudem das deutsche Bundesverdienstkreuz. Damit wurde insbesondere sein Engagement für Familienunternehmen gewürdigt, aber auch sein Einsatz für Demokratie und Marktwirtschaft.

Neugier, Wissbegierde und Begeisterung für die Wissenschaft

Zurzeit ist Klaus Endress Präsident des Verwaltungsrats der Endress+Hauser AG Reinach/Schweiz. Zuvor leitete er das Messtechnikunternehmen als Vorstandsvorsitzender und engagierte sich als Präsident des Wirtschaftsverbands Industrieller Unternehmen Baden (wvib), einem auch als „Schwarzwald AG“ bezeichnetes Firmennetzwerk. „Seine Neugier, Wissbegierde und Begeisterung für die Wissenschaft bestimmten das forschungsstarke Familienunternehmen über viele Jahre. Zu einem Zeitpunkt, als das Verhältnis zwischen Universität und mittelständischen Unternehmen von großen Vorbehalten und Berührungsängsten geprägt war, setzte er sich für eine Begegnung auf Augenhöhe ein“, so Schiewer.

Endress als aktiver Förderer

Wie die Universität Freiburg mitteilt, ist das Unternehmen als Industriepartner aktuell am Ausbau des „Leistungszentrums Nachhaltigkeit“ beteiligt, das die Universität gemeinsam mit den fünf Freiburger Fraunhofer-Instituten gegründet hat. Zudem fördere das Unternehmen unter anderem das Netzwerk „MicRO Alliance“, eine wissenschaftliche Kooperation des Instituts für Mikrosystemtechnik (IMTEK) der Universität Freiburg, der University of Wisconsin/USA und der Kyoto University/Japan auf dem Gebiet der Mikrosystemtechnik. Hinzu komme in verschiedenen Bereichen die Unterstützung der Georg H. Endress Stiftung, so die Universität Freiburg weiter, deren Stiftungsrat im Wechsel von den Mitgliedern der Familie – und damit auch immer wieder von Klaus Endress – geleitet werde.

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DeWIT 2017: Das Treffen der Vordenker

DeWIT 2017Quelle: VWI

Einen Überraschungsgast hatte Dirk Dobiéy für seinen Vortrag beim Deutschen Wirtschaftsingenieurtag DeWIT 2017 in Hamburg angekündigt. Und in der Tat war die Überraschung groß, als der ehemalige SAP-Manager und heutige Geschäftsführer des gemeinnützigen Beratungs- und Ausbildungsunternehmens Age of Artists den Geiger Miha Pogacnik auf die Kongressbühne holte. Mit dessen Hilfe machte Dobiéy eines der DeWIT-Schwerpunktthemen in diesem Jahr – Kunst als Managementansatz – von einer abstrakten Idee zu einem nachhaltigen Erlebnis: Der Aufbau einer Sonate und die strategische Entwicklung von Unternehmen haben mehr gemeinsam, als den Zuhörern zuvor bewusst war.

DeWIT 2017: Zukunft Interdisziplinarität

Dobiéys Keynote „Mit unbekanntem Ziel – Wie künstlerisch zu arbeiten Organisationen dabei hilft, Unvorstellbares zu erreichen“ war aber nur ein Teil des anspruchsvollen Kongressprogramms. Unter dem Motto „Technologie trifft Management: Zukunft Interdisziplinarität – Weiter.Denken“ trafen sich Wirtschaftsingenieure, interdisziplinäre Entscheider, Experten, Führungs- und Nachwuchskräfte aus ganz Deutschland am 10. November in der Elbphilharmonie in Hamburg. Damit bot der DeWIT auch 2017 wieder ein Forum für Vordenker aus Wirtschaft und Wissenschaft, die ihre Erfolgsstrategien aus führenden Unternehmen und Institutionen präsentierten und Perspektiven für Wege in die Zukunft aufzeigten.

In drei Keynotes am Vormittag und insgesamt sechs Workshops am Nachmittag beschäftigten sich die Teilnehmer mit zentralen Zukunftsthemen aus Wissenschaft und Praxis. Alle Referenten betonten dabei, wie wichtig Offenheit und interdisziplinäres Denken für das Lösen von Problemen sowie für die unternehmerische und gesellschaftliche Entwicklung ist.

Veränderungen annehmen – mit Mut und Experimentierfreude

„Wir haben das Glück, die jetzigen, schnellen Veränderungen mitzuerleben“, sagte Dr. Eva Gümbel, Staatsrätin der Behörde für Wissenschaft, Forschung und Gleichstellung in Hamburg, in ihrem Impulsvortrag: „Aber wir müssen sie auch annehmen.“ Beate Schulz-Montag von der Initiative D2030 plädierte in ihrer Keynote „D2030 – Eine Landkarte für die Zukunft“ zudem für mehr Experimentierfreude und Mut in Deutschland: „Die Zukunft ist eben ungewiss, das ist immer so gewesen und wird immer so sein. Da helfen auch keine Big-Data-Analysen.“

DeWIT2017Quelle: VWI

Das unterstrich auch Stefanie Kemp von Innogy, die zum Thema „Disruptive Veränderungen in Unternehmen“ sprach: „Was heute erzählt wird, wird nicht direkt in die Tat umgesetzt. Aber wir müssen einfach mal machen. Innovation braucht auch das Scheitern.“ Innovation braucht aber auch Kreativität, wie Prof. Dr. Jochem Müller von der Hochschule Ansbach erläuterte. Er widmete sich daher der Frage, welche Bedingungen Kreativität schaffen – und wie ein erfolgreiches Innovationsmanagement aussehen kann: „Google baut in London einen Dachgarten für seine Mitarbeiter. Denn Google weiß: Wer sich wohlfühlt, kann kreativ sein.“

Ausblick auf die Welt von morgen

Nach mehreren Workshops am Nachmittag traf sich das Plenum zu einer Podiumsdiskussion, bei der sich die Referenten den Fragen des Publikums stellten. Den Schlussakzent setzte der Autor und US-Sicherheitsexperte Jay Tuck. Sein Vortrag rund um Industrie 4.0, das Internet der Dinge und künstliche Intelligenz eröffnete Perspektiven auf eine mögliche Welt von morgen.

DeWIT 2017Quelle: VWI

„Wir alle gehen mit vielen neuen Erkenntnissen nach Hause – Erkenntnisse, die den bekannten interdisziplinären Ansatz ausmachen, der auf den Säulen Technologie und Management beruht“, sagte VWI-Präsident Prof. Dr.-Ing. Wolf-Christian Hildebrand zum Abschluss des DeWIT 2017. Viele Aspekte der spannenden Vorträge und praxisorientierten Workshops hätten ihn ebenso wie die Zuhörer positiv überrascht. Hildebrand dankte daher VWI-Geschäftsführer Axel Haas, den Referenten und Sponsoren sowie den vielen Helfern im Hintergrund, ohne deren Engagement der DeWIT 2017 nicht möglich gewesen wäre. Und die Vorbereitungen für den nächsten DeWIT haben bereits begonnen: Der 15. Deutsche Wirtschaftsingenieurtag ist am 7. und 8. November 2019 geplant.

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Jubiläum der VWI-Hochschulgruppe Pforzheim

Von Lisa Gorhan, VWI-Hochschulgruppe Pforzheim

Jubiläum HG PforzheimQuelle: VWI

Im Jahr 2007 wurde die VWI-Hochschulgruppe in Pforzheim gegründet. Dieses Jubiläum wollten die Mitglieder natürlich nicht unbeachtet vorbeigehen lassen: Ende Oktober feierten sie daher gemeinsam mit VWIlern aus anderen Hochschulgruppen und der SWeK-Kooperation ein Wochenende lang das zehnjährige Bestehen.

Den Auftakt der Feierlichkeiten bildete für alle Gäste ein Sektempfang am Freitagnachmittag. Dabei war auch die VWI-Regionalgruppe Rhein-Neckar vertreten. Danach ging es weiter in den Schlosskeller in Pforzheim, wo alle Teilnehmer Gelegenheit hatten, sich bei gutem Essen kennenzulernen und zu vernetzen. In der Panoramabar ließen schließlich alle den Abend gemütlich ausklingen.

Ein Wochenende im Zeichen des Jubiläums

Am nächsten Morgen traf sich die Gruppe motiviert in der Hochschule, wo sie bei einem interessanten Vortrag von Horbach viel zum Thema Entrepreneurship lernte. Nach weiteren Unternehmungen am Samstagnachmittag stand abends ein Galadinner auf dem Programm. Dabei ließen alle Gäste unter anderem die vergangenen zehn Jahre der VWI-Hochschulgruppe Pforzheim bei einer Bildershow Revue passieren. Anschließend feierten sie das Jubiläum noch im Club weiter. Am Sonntagmorgen endete das Jubiläums-Event mit einem Frühstück in der Burgruine Rabeneck in Pforzheim-Dillweißenstein, wo die VWI-Hochschulgruppe Pforzheim auch gemeinsam mit ihren Gästen übernachtet hatte.

Der besondere Dank der HG Pforzheim gilt den Sponsoren, der Hochschule Pforzheim und dem Jubiläums-Komitee: Ohne sie hätte dieses besondere Wochenende nicht stattfinden können.

Jubiläum HG PforzheimQuelle: VWI

VWI Mitgliederversammlung 2017

Quelle: VWI

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VWI-Vorstand gewählt

Vor Beginn des Deutschen Wirtschaftsingenieurtages (DeWIT) 2017 in Hamburg traf sich der Verband Deutscher Wirtschaftsingenieure e.V. turnusgemäß zu seiner Mitgliederversammlung. Dabei wurde auch der neue Vorstand vorgestellt, den die VWI-Mitglieder zuvor per Briefwahl gewählt hatten.

Der Vorstand des VWI ist für alle Aktivitäten des Verbandes verantwortlich. An der Spitze des Verbandes stehen nun Prof. Wolf-Christian Hildebrand (Präsident), Prof. Heiner Diefenbach (Schatzmeister), Prof. Christian Schuchardt, Dr. Beatrix Groneberg-Kloft, Dr.-Ing. Frauke Weichhardt, Prof. Hartmut Zadek, Martin Theobald, Nicola Reitzenstein, Dr.-Ing. Martin Keßler und Matthias Maroske.

Unterstützt wird der Vorstand durch den Geschäftsführer und die Mitarbeiter der Geschäftsstelle in Berlin. Diese übernehmen in erster Linie Verwaltungs- und Beratungsaufgaben. In strategischen Belangen wird der Vorstand vom Beirat unterstützt. Der Beirat ist mit Persönlichkeiten besetzt, die dem Wirtschaftsingenieurwesen nahe stehen.

Ein ausführlicher Bericht zur VWI-Mitgliederversammlung sowie zur Ressortaufteilung im VWI-Vorstand folgt zu einem späteren Zeitpunkt.

PV Gebäudeintegration

Quelle: Ed. Züblin AG

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PV für die Gebäudehülle

Die EU-Gebäuderichtlinie und die Novellierung der Energieeinsparverordnung (EnEV) begünstigen einen weiteren Ausbau der gebäudeintegrierten Photovoltaik. Gebäudeintegration bedeutet, dass die PV-Module bei Neubau- oder Sanierungsvorhaben neben der Stromerzeugung auch Funktionen der Gebäudehülle übernehmen, beispielsweise Witterungsschutz, Schallschutz oder ästhetische Aspekte. Im Rahmen des EU-Projekts ConstructPV werden zurzeit kundenspezifisch hergestellte PV-Module für die Bauwerksintegration (BIPV) im opaken Bereich der Gebäudehülle entwickelt und in Pilotanwendungen erprobt. Dabei soll auf hohem Ertrag, ansprechender Ästhetik und niedrigen Kosten besondere Priorität liegen.

Gebäudeintegration mit Mosaikmodulen

Eine der Neuentwicklungen des Projekts ist das Konzept des Mosaikmoduls. Konventionelle PV-Module – insbesondere mit kristallinen Solarzellen, die verschaltungsbedingt rasterförmig angeordnet werden müssen – schränken den Gestaltungsspielraum stark ein. Mosaikmodule hingegen erlauben es, hocheffiziente Rückkontaktsolarzellen in nahezu beliebigen Formen und Größen innerhalb einzelner Module anzuordnen.

Das Potenzial diese Module ist zurzeit an der Südfassade des Züblin-Gebäudes Z3 in Stuttgart zu sehen. Als Referenz-Projekt für ConstructPV wurde diese Fassade mit 186 Photovoltaik-Modulen in sechs verschiedenen Größen und mit sieben unterschiedlichen Siebdruckmustern ausgestattet. Den Projektpartnern zufolge machte die aufwändige Gestaltung der Z3-Fassade mit ihren changierend beschnittenen Holzlisenen, verglasten Öffnungsflügeln und dem rückseitig graphitgrau emaillierten Einscheibensicherheitsglas im Brüstungsbereich die Photovoltaik-Integration zu einer anspruchsvollen Aufgabe. Daher sei ein innovativer Modulaufbau mit einer seitlich überstehenden Frontscheibe entwickelt worden, was eine unabhängige Verklebung der Front- und der Rückscheibe auf der Unterkonstruktion ermögliche. Zur Abmilderung der Verschattung durch die hervorspringenden Holzlisenen seien zudem bei der Modul-Verschaltung neue Wege eingeschlagen worden. Die 240 Quadratmeter große Fläche kommt auf eine Gesamtleistung von 30 Kilowatt und soll im Jahr rund 17.000 Kilowattstunden Strom liefern. Das Fraunhofer-Institut für Solare Energiesysteme (ISE) wird den Solarstrom-Ertrag wissenschaftlich erfassen und überwachen

Photovoltaik auf Bitumen-Dachschindeln

Eine weitere große Demonstrationsanlage des Projekts Construct-PV befindet sich auf dem Dach der Nationalen Technischen Universität in Athen (NTUA). Hier werden verschiedene in Europa verbreitete Dachtypen simuliert und mit BIPV-Schindeln belegt. Dabei bilden die Module die wasserführende Schicht der Gebäudehülle und ersetzen somit die Dachziegel oder eine Fassadenverschalung. Die Module selbst sind auf Bitumenschindeln befestigt, die ihrerseits durch einfaches Nageln auf eine Holz-Unterkonstruktion befestigt werden können. Die Bitumenschindel unter dem PV-Modul kann die gleiche Oberfläche aufweisen wie die benachbarten konventionellen Schindeln, so dass eine einheitliche Optik hergestellt werden kann. Auch hier hat das Fraunhofer ISE die wissenschaftliche Leitung.

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Gefragte Hard Skills

Puzzle Hard SkillsQuelle: Pixelio/S. Hofschlaeger

So gefragt Soft Skills bei vielen Beschäftigten auch sind: Ohne ausgeprägte fachliche Kompetenz wird kein Unternehmen eine Bewerbung in die engere Wahl ziehen. Das Karrierenetzwerk LinkedIn hat deutsche Vorstände und Personalverantwortliche befragt, welche Fähigkeiten heute und in zehn Jahren am gefragtesten sein werden. Dieser Studie zufolge verändert sich bei den Hard Skills nur wenig. Zurzeit ist Datenanalyse und -interpretation die wichtigste ‚harte‘ Fachkompetenz. 87 Prozent der Befragten stuften diese Fähigkeit aktuell als ’sehr wichtig‘ oder ‚eher wichtig‘ ein, und bei der Einschätzung auf den Stellenwert in zehn Jahren gefragt gaben sogar 91 Prozent eine dieser beiden Antworten.

Einen großen Bedeutungszuwachs wird dagegen laut Studie das Wissensmanagement erleben. Derzeit liegt es mit 82 Prozent auf dem zweiten Platz der Rangliste, wird aber aus Sicht der Befragten in zehn Jahren mit 93 Prozent die Spitzenposition einnehmen. Auf dem dritten Platz wird demnach in zehn Jahren das Projektmanagement liegen (von 64 auf 74 Prozent). Wachsende Bedeutung attestieren die Befragten zudem den Fähigkeiten Unternehmensführung, allgemeine Digitalkompetenz sowie Programmierkenntnisse.

Regionale Unterschiede bei den bevorzugten Hard Skills

LinkedIn hat im Rahmen der Befragung zudem regionale Unterschiede bei den Prioritäten für Hard Skills festgestellt, was den vor Ort jeweils unterschiedlichen Branchenstrukturen geschuldet ist. Während demnach in Frankfurt/Main künftig geübte Change- und Projekt-Manager gute Chancen am Arbeitsmarkt hätten, seien in München Social-Media-Experten besonders gefragt. Berliner Unternehmen hingegen würden verstärkt nach Programmierern und allgemeinen Digitalkompetenzen suchen.

Die Studie wurde von LinkedIn in Kooperation mit der Bitkom Research GmbH durchgeführt. Befragt wurden insgesamt 305 Personalentscheider und Vorstände in Unternehmen mit über 50 Mitarbeitern in Deutschland.

Studie Hard SkillsQuelle: LinkedIn
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Gefragte Soft Skills

Softs Skills PuzzleQuelle: Pixelio/S. Hofschlaeger

Die Anforderungen an persönliche Skills haben sich in den vergangenen Jahren deutlich verändert, so die Erfahrung von Wolfgang Raith: „War es früher die fachliche Qualifikation, die bei den erwünschten persönlichen Fähigkeiten von Beschäftigten im Zentrum stand, ist es jetzt mehr und mehr die individuelle Persönlichkeit“, sagt der Sprecher des VWI-Kompetenznetzwerks Karriere & Beruf. Bei diesen sogenannten Soft Skills gebe es zwar auch Veränderungen. Aber insgesamt würden immer mehr Arbeitgeber besonderen Wert auf Eigenschaften legen, die über die fachliche Qualifikation hinausgehen. Folgende zehn Soft Skills spielen dabei Raith zufolge immer wieder eine wichtige Rolle: Teamorientierung, Kommunikationsfähigkeit, Organisationsfähigkeit, Flexibilität, Mobilität, emotionale Intelligenz, Motivation, Durchsetzungsvermögen, Kreativität sowie analytisches und logisches Denken.

Soft Skills für die Zukunft

Auch LinkedIn beobachtet, dass sich Fach- und Führungskräfte im Rahmen der digitalen Transformation veränderten Jobprofilen und neuen Anforderungen gegenüber sehen. Im Rahmen einer repräsentativen Studie hat das Karrierenetzwerk daher jetzt zum zweiten Mal nach 2015 deutsche Vorstände und Personalverantwortliche befragt, welche Fähigkeiten heute und in zehn Jahren am gefragtesten sein werden. Bei den Soft Skills wandeln sich die Anforderungen und Prioritäten demnach signifikant: Gegenwärtig gelten Kritikfähigkeit (76 Prozent), Entscheidungsstärke (74 Prozent) und Verhandlungsführung (73 Prozent) als die wichtigsten Fähigkeiten. In zehn Jahren werden nach Ansicht der Befragten hingegen funktionsübergreifende Kompetenzen (82 Prozent), Verhandlungsführung (79 Prozent) und Mitarbeiterführung (76 Prozent) von höchster Bedeutung sein.

Den höchsten Bedeutungszuwachs erfahren laut Studie die funktionsübergreifenden Kompetenzen sowie interkulturelle Kompetenz und Mitarbeiterführung. Das unterstreiche die zunehmende Nachfrage nach Mitarbeitern, die gut kommunizieren können – mit ihren Kollegen, mit Akteuren außerhalb des Unternehmens und über Sprachgrenzen hinweg. Auch kulturelles Feingefühl sei wichtig, um in der globalisierten Geschäftswelt erfolgreich zu sein.

Studie Soft SkillsQuelle: LinkedIn
Drehmoment McKinsey

Quelle: McKinsey

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Drehmoment 2017 – noch heute bewerben!

Am 6. November endet die Bewerbungsfrist für den Drehmoment 2017, einem Event für Ingenieure und MINtler von McKinsey & Company.

Mit dieser Veranstaltung will die Unternehmensberatung allen Interessenten die Möglichkeit geben, sich in entspannter Atmosphäre einen ersten persönlichen Eindruck von der Firma zu verschaffen und hautnahe Einblicke in die interdisziplinäre Arbeitsweise und den Berufsalltag insbesondere von Beratern und Beraterinnen mit technischem oder naturwissenschaftlichem Hintergrund zu gewinnen. Spezifische Beratungs- und Branchenkenntnisse seien dabei selbstverständlich nicht erforderlich, so McKinsey. Vielmehr setze das Unternehmen auf die Bereitschaft der Teilnehmenden, sich in die konkreten Aufgabenstellungen hineinzudenken, systematisch Lösungen zu entwickeln und dabei kreativ neue Wege zu gehen.

Kompass Qualität

Quelle: Pixelio/Plumbe

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Förderpreis für Qualitätsmanagement

Originalität, Bedeutung für Praxis oder Forschung und Lehre, Behandlung des Themas sowie Darstellung und Form der Arbeit – das sind die Kriterien, nach denen die Jury des Walter-Masing-Preises die eingereichten Arbeiten bewerten wird. Zum 16. Mal schreibt die Deutsche Gesellschaft für Qualität (DGQ) den Walter-Masing-Preis aus. Der mit 10.000 Euro dotierte Förderpreis für Qualitätsmanagement richtet sich an alle, die in Wissenschaft oder Praxis des Qualitätsmanagements herausragende Leistungen erbracht haben. Bewerber können ihre Unterlagen bis zum 14. Mai 2018 bei der DGQ einreichen. Die Verleihung findet während der DGQ-Fachtagung im November 2018 statt.

Der DGQ zufolge ist der Walter-Masing-Preis die einzige vergebene Auszeichnung für personenbezogene Spitzenleistungen im deutschen Qualitätsmanagement. Der nach dem verstorbenen DGQ-Ehrenvorsitzenden benannte Walter-Masing-Preis soll nicht nur solche Spitzenleistungen zu Qualitätsthemen fördern, sondern auch deren Verbreitung und Umsetzung unterstützen. Der Wettbewerb richtet sich an Diplomanden beziehungsweise Master-Studierende, Doktoranden sowie den unternehmerischen Nachwuchs, für dessen Weiterbildung sich Walter Masing stets unermüdlich eingesetzt habe. Sein Motto dabei: „Qualität wird von Menschen gemacht. Durch Beeinflussung dieser Menschen kann man Erstaunliches erreichen.“

Gesucht: Ideen für Qualitätsmanagement und Qualitätssicherung

Wie die DGQ weiter erläutert, muss es sich bei der eingereichten Arbeit um eine eigens für diesen Wettbewerb verfasste Ausarbeitung eines Themas aus dem Bereich Qualität handeln. Sie ist in deutscher Sprache und sechsfacher Ausfertigung schriftlich einzureichen. Inhaltlich werden neue Ideen und Erkenntnisse erwartet, die auch eine thematische Nähe zu aktuellen Ansätzen von Qualitätsmanagement und -sicherung deutlich werden lassen. Dabei kann es sich um eine selbstständige Forschungs- und Entwicklungsarbeit handeln oder auch um eine richtungsweisende praktische Lösung. Die Arbeit selbst soll in der Regel 30 Seiten nicht überschreiten, jedoch sind Anlagen in Form von Umfrageergebnissen oder Tabellen in angemessenem Umfang zulässig. Alle Details zur Ausschreibung stellt die DGQ auf der Webseite des Walter-Masing-Preises zur Verfügung.