Wenig Zuversicht beim 23. Global CEO Survey von PwC

Quelle: PwC

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Dem 23. Global CEO Survey von PwC zufolge blicken die CEOs weltweit mit wenig Zuversicht in die Zukunft. Die Stimmung ist deutlich schlechter als bei den Umfragen der Jahre 2019 und 2018. Zurzeit rechnen demnach 53 Prozent mit einem Rückgang des Weltwirtschaftswachstums in den kommenden zwölf Monaten. Lediglich 22 Prozent erwarten, dass die Weltwirtschaft stärker wächst als im Vorjahr. An dem Survey haben insgesamt 1581 Topmanager aus 83 Ländern teilgenommen.

Bei deutschen Managern ist im globalen Vergleich die Zuversicht noch stärker geschwunden. 68 Prozent der deutschen Führungskräfte rechnen im kommenden Jahr mit einem Rückgang des Weltwirtschaftswachstums, und nur 20 Prozent glauben an eine Verbesserung. Beim Blick auf das eigene Unternehmen sind wie bereits im Vorjahr nur 20 Prozent der CEO in Deutschland sehr zuversichtlich, dass ihre Unternehmen in den kommenden zwölf Monaten wachsen. 21 Prozent gaben an, nicht sehr zuversichtlich zu sein. Beim Dreijahresausblick auf das eigene Unternehmen ist die Zuversicht im Vergleich zum Vorjahr allerdings von 18 auf 31 Prozent deutlich gestiegen. Weltweit sagten das 34 Prozent der Firmenchefs (Vorjahr: 36 Prozent).

Die größten Sorgen bereiten deutschen Topmanagern Handelskonflikte und Cyber-Attacken (jeweils 81 Prozent). Auch Überregulierung sowie Protektionismus schätzen die CEOs als besonders bedrohlich ein (jeweils 79 Prozent). Besonders zugenommen hat die Sorge vor den Auswirkungen des Klimawandels und vor Umweltschäden: 78 Prozent der deutschen Unternehmenslenker stuften diese Themen als besorgniserregend ein (Vorjahr: 47 Prozent).

Auf die Frage, welche Maßnahmen in den kommenden zwölf Monaten zu Umsatzwachstum führen sollen, antworteten 80 Prozent der deutschen CEOs, dass sie die Produktions- und Lieferfähigkeit effizienter gestalten wollen (weltweit: 77 Prozent). Weitere Maßnahmen sind demnach die Einführung neuer Produkte und Dienstleistungen in den Markt (69 Prozent) sowie die Zusammenarbeit mit Start-ups (44 Prozent).

Bei der Frage, ob das Internet einschließlich Social Media zukünftig als eine Plattform gesehen werden wird, die eine verbindende oder spaltende Wirkung hat, haben CEOs gegensätzliche Meinungen. 41 Prozent der Firmenlenker in Deutschland glauben dem Survey zufolge, dass das Internet zunehmend als eine Plattform betrachtet werden wird, die Menschen spaltet, Fehlinformationen verbreitet und politische Manipulationen erleichtert (weltweit: 43 Prozent). 49 Prozent der deutschen CEOs glauben eher an ein verbindendes Image (weltweit: 51 Prozent).

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