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Die Corona-Pandemie hat den Blick vieler Manager auf die Profile der Bewerber verändert. Das zeigt die aktuelle Arbeitsmarktstudie des Personaldienstleisters Robert Half. Demnach sind 36 Prozent aller Führungskräfte in Deutschland der Meinung, dass Soft Skills für den Umgang mit anhaltenden Belastungen und Unsicherheiten durch die Pandemie eine größere Bedeutung erlangen werden – international sehen das sogar 41 Prozent der Befragten so. Führungskompetenz gehört ebenso zu diesen gewünschten Soft Skills wie kreatives sowie strategisches Denken, eine gute Kommunikationsfähigkeit und Agilität.

Soft SkillsQuelle: Robert Half

Gleichzeitig ist laut Robert Half die digitale Transformation durch die Pandemie für rund 32 Prozent der Führungskräfte auf ihrer Agenda nach oben gerückt. Sie sehen in ihr eine Chance, das Unternehmen für künftige Anforderungen zu rüsten. Im Fokus stehen dabei häufig die IT-Abteilungen, die Strukturen für mobiles Arbeiten schaffen müssen. Bewerber für diese Bereiche benötigen dafür allerdings laut Studie mehr technisches Verständnis, um neuen Arbeitsweisen und der digitalen Transformation gerecht zu werden: Knapp ein Drittel der befragten CIOs geben an, dass IT-Profis ausreichende Kenntnisse im IT-Management und in der IT-Sicherheit fehlen. Vor allem veränderte Kundenanforderungen und neue Arbeitsmuster hätten die Qualifikationslücken aufgedeckt. Als die wichtigsten drei Fachkompetenzen nennen die Befragten IT-Security mit 32 Prozent, IT-Management mit 30 Prozent und Financial Management mit 25 Prozent.

Der Arbeitsmarktstudie zufolge wird die Pandemie dazu führen, dass Stellenprofile künftig neu oder anders gestaltet werden. Seit Beginn der Pandemie seien Arbeitsmodelle schon deutlich agiler, robuster und viel stärker an die Belegschaft angepasst worden. Das hybride Arbeiten, das sich inzwischen in etlichen Firmen durchgesetzt habe, sei dafür ein gutes Beispiel. Viele Unternehmen hätten entdeckt, dass sie auch mit Remote-Teams effektiv arbeiten und schnell auf veränderte Anforderungen reagieren können. Für einige Firmen bedeute das, dass sie Arbeitnehmer mit Schlüsselqualifikationen kurzfristig für geschäftskritische Aufgaben einsetzen können. Zudem hätten sich die Talentpools vergrößert, da Mitarbeiter im Prinzip weltweit zur Verfügung stehen.

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