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Die Deutsch-Brasilianische Industrie- und Handelskammer (AHK São Paulo) hat in Zusammenarbeit mit dem Bundesumweltministerium (BMU) eine Studie zu Herausforderungen und Chancen der Urbanen Mobilität in Brasilien durchgeführt. Die AHK São Paulo will damit einen Beitrag zur Reduzierung der Umweltbelastungen in Brasilien leisten und gleichzeitig Innovationspotenziale und Geschäftsmöglichkeiten für deutsche Unternehmen aufzeigen. Der VWI stellt die Studie hier zum Download bereit.

Brasilien ist angesichts seiner territorialen Ausdehnung und Bevölkerung das größte Land Südamerikas. Wegen seiner Strahlkraft auf dem internationalen Markt sowie dem vielfältigen Industrie- und Landwirtschaftspark gilt Brasilien als ein Land mit vielfältigen Möglichkeiten – und die stark wachsende Bevölkerung verspricht laut AHK São Paolo auch in Zukunft größere Geschäftsmöglichkeiten und -potenziale. Der Studie zufolge ist die urbane, nachhaltige Mobilität ein aktuelles Thema in Brasilien, das wegen des Bevölkerungswachstums und den damit einhergehenden Herausforderungen in den kommenden Jahren und Jahrzehnten weiter an Bedeutung gewinnen wird. Es gebe in Brasilien bereits eine erhöhte Aufmerksamkeit für urbane Mobilität, gleichzeitig aber auch viele politische, infrastrukturelle und technologische Herausforderungen.

Vielfältige Chancen in Brasilien

Konkret identifiziert die Studie folgende Bereiche, die für deutsche Unternehmen potenzielle Geschäftsmöglichkeiten darstellen:

„Es werden auf der infrastrukturellen und technologischen Seite Tracking- und Ticketingsysteme benötigt, die zur Verbesserung des öffentlichen Verkehrs der Busflotten und U-Bahn-/Zuglinien beitragen. Weiter sind Echtzeit-Planungssysteme und Echtzeit-Datenerfassungssysteme sowie die Verknüpfung mit dem Benutzer durch Smartphone-Apps von Nöten. Ebenso werden Kontroll-, Betriebs- und Ladesysteme, der Ausbau von Rolltreppen, Aufzügen etc. für die alternde Bevölkerung und zentralisierte Verkehrsleitsysteme gesucht. Auf der anderen Seite soll die E-Mobilität durch elektrische Autos, Busse und entsprechende Ladestationen auf- und ausgebaut werden. Des Weiteren wird die Entwicklung und Produktion von öffentlichen Kartenzahlungsplattformen sowie Online-Plattformen zur Integration von Städteplanungen der verschiedenen Städte, zur Integration von Stadtplanung und öffentlichen Verkehrsmitteln und zur Integration von interstädtischen Verkehrsmitteln gewünscht. Um zur Attraktivität des öffentlichen Verkehrs beizutragen, sollen zudem Buskorridore und Radwege ausgebaut werden und die Entwicklung eines Straßenbahnsystems in Angriff genommen werden.“

Die jetzt vorgelegte Studie ist der erste Teil des Projekts „Nachhaltige Urbane Mobilität in Brasilien“, das die AHK São Paulo und das BMU im Rahmen der Exportinitiative Umwelttechnologien des Ministeriums von Mitte 2018 bis Herbst 2019 durchführen. Das Projekt besteht aus vier Modulen. Das erste Modul beinhaltet die Erstellung der Kurzanalyse, die einen direkten Nutzen für interessierte Unternehmen und weitere Stakeholder haben und die Diskussionsgrundlage für die geplante Arbeitsgruppe in Modul 2 bieten soll. Diese Diskussionsgrundlage umfasst wirtschaftliche und politische Hypothesen und sind im PDF der Studie enthalten.

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